Kurz vor seinem Landesparteitag am Samstag in Wien pocht SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig auf rasche erste Erfolge bei den stockenden Verhandlungen zur Gesundheitsreform. Konkret schlägt der rote Stadtchef sieben, von Experten gestützte und schnell umsetzbare, Punkte zur Umsetzung vor.
Unser Gesundheitssystem kränkelt – und die für 2027 angekündigten Reformpläne stocken. Vor dem für Donnerstag geplanten Gipfel im Rahmen der Reformpartnerschaft geht Wiens Bürgermeister Michael Ludwig in die Offensive. Sein Rezept für die erste Akutbehandlung: kein großer Systemumbau, sondern ein Paket an sinnvollen Sofortmaßnahmen – auf das man sich als ersten Schritt bereits am Donnerstag, spätestens aber bis zum Sommer einigen müsse.
Kürzere Wege und gleiche Qualitätsstandards
Weniger Bürokratie, kürzere Wege, gleiche Qualität im ganzen Land. Das Prinzip „digital vor ambulant vor stationär“ solle den Zickzack-Kurs durch das System beenden; beim knappen Personal und bei den Öffnungszeiten brauche es alltagstaugliche Lösungen.
„Das Wichtigste bei allen Reformvorschlägen in der Gesundheit ist: Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung muss sich tatsächlich verbessern. Alle eingebrachten Vorschläge bewerte ich nach genau diesem Maßstab. Danach müssen die künftigen Strukturen im Gesundheitswesen vorrangig ausgerichtet sein“, erklärt Ludwig – und liefert sieben Punkte zur raschen Umsetzung gleich mit:
Die Stärke unseres Gesundheitswesens ist, dass es gemeinschaftlich finanziert wird und dadurch eine starke öffentliche Komponente hat.
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ)
Münden soll die sogenannte Akuttherapie dann in der von Ludwig stets geforderten Schaffung von vier Gesundheitsregionen. Mit kleinen Schritten und schnellen Erfolgen zum großen Wurf und der so notwendigen Reform – lautet die Devise. Planung, Finanzierung und Steuerung des Systems sollen künftig „überregionaler stattfinden“, eben dafür Strukturen geschaffen werden. Eines aber bleibe dabei stets unverhandelbar: Das öffentliche System müsse gemeinschaftlich finanziert bleiben. Privatisierung kommt für den Bürgermeister nicht infrage.
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