Außerdem reagiert man langsamer (Gefahr im Straßenverkehr), kann sich schlecht konzentrieren und hat oft auch Probleme mit dem Gleichgewicht (wachsende Sturzgefahr). Bestimmte Schlafstörungen, die nicht therapiert werden, können sogar die Lebenserwartung verkürzen.
Während akute Schlafstörungen meist nur einen bis wenige Tage andauern und keine bleibenden Schäden hinterlassen, führen chronische Schlafstörungen, die über Wochen, Monate oder sogar Jahre andauern, zu erheblichen Beeinträchtigungen: Vor einigen Jahren zeigte eine Studie mit Schichtarbeiterinnen zum Beispiel auf, dass diejenigen mit vielen unregelmäßigen Nachtdiensten häufiger an Brustkrebs erkrankten.
Ursachen vielfältig
Die Ursachen für unruhige Nächte sind vielfältig: Sie reichen von psychischen Erkrankungen über Schmerzen, "unruhige" Beine, Herz-Kreislaufleiden bis hin zu ungünstigen Schlafgewohnheiten. Am häufigsten sind bei älteren Menschen aber Atemstörungen die Ursache: Neben Asthma und COPD vor allem auch Schlafapnoe – etwa 300.000 bis 400.000 Österreicher leiden daran. Folgen der Atemaussetzer können Herzinfarkt und Schlaganfall sein.
"Wie gesunder Schlaf und Lebensstil zusammenhängen, wurde unter anderem schon 2002 in einem Dorf in Japan, das für die Langlebigkeit seiner Bewohner bekannt ist, untersucht", erklärt Univ. Prof. Dr. Bernd Saletu, Leiter des Institutes für Schlafmedizin im Rudolfinerhaus in Wien, bei einer Pressekonferenz anlässlich des Weltschlaftages. 2010 wurden dann auch Schlafqualität und -dauer von 15.638 Chinesen erforscht. Das Ergebnis der Studien: Ältere Personen mit schlechterem Gesundheitszustand schliefen meist entweder zu kurz (weniger als sechs Stunden) oder zu lange (mehr als zehn Stunden).
Guter Schlaf fördert unser Wohlbefinden
Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Erholsame und qualitativ gute Erholung ist somit ein Grundbedürfnis des Menschen und entscheidend für das Wohlbefinden. 35 Prozent der Bevölkerung sind übrigens der Meinung, ungenügend Schlaf zu bekommen, was subjektiv sowohl ihre körperliche als auch ihre geistige Gesundheit negativ beeinflusst.
Bei Problemen sollte deshalb immer ein Arzt oder ein Schlaflabor aufgesucht werden. Prof. Saletu: "Mithilfe von genauen Aufzeichnungen des Nachtruhe ist es heute möglich, individuelle Abweichungen von der Norm genau darzustellen. So kann die Diagnose und Therapie optimiert werden und ein Beitrag zum gesunden Altern geleistet werden."
Zehn Gebote für gesunden und erholsamen Schlaf:
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