Die Europäische Union nimmt die Empfehlungsalgorithmen großer Online-Plattformen genauer unter die Lupe. Hierzu habe sie von YouTube, TikTok und Snapchat Informationen angefordert, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit.
Dabei gehe es vor allem um die Rolle der Unternehmen bei einer möglichen Beeinflussung der öffentlichen Meinung, Risiken für die mentale Gesundheit der Nutzer und um Jugendschutz.
Die Anfragen „betreffen auch die Maßnahmen der Plattformen, um den potenziellen Einfluss ihrer Empfehlungssysteme auf die Verbreitung illegaler Inhalte, wie zum Beispiel die Förderung illegaler Drogen und Hassreden, zu verringern.“
Zeit bis 15. November
Die Firmen haben bis zum 15. November Zeit, die geforderten Informationen bereitzustellen. Kommen sie dem nicht nach, berät die EU über die Konsequenzen, die Strafzahlungen beinhalten können.
Die Anfragen werden auf Basis des Digital Services Act (DSA) gestellt. Dieses Gesetz verpflichtet Online-Konzerne unter anderem dazu, verstärkt gegen Hass und Hetze im Internet vorzugehen. Außerdem verbietet es sogenannte „Dark Patterns“, manipulative Praktiken, mit denen Kunden auf den Plattformen gehalten oder zu Käufen animiert werden.
Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Wegen Missachtung des DSA hat die EU bereits Verfahren gegen die Facebook-Mutter Meta und TikTok eingeleitet.
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