Die US-Schauspielerin und Sängerin Barbra Streisand ist zum Abschluss des Filmfestivals von Cannes mit einer Ehrenpalme ausgezeichnet worden. „Sie hat sich immer dagegen gewehrt, dass andere für sie entscheiden. Sie hat oft Nein gesagt – deshalb lieben wir sie so sehr“, sagte die Schauspielerin Isabelle Huppert in ihrer Hommage.
Die 84 Jahre alte Streisand hatte ihre Reise nach Cannes wegen eines Knieproblems absagen müssen und wurde in Abwesenheit ausgezeichnet.
Mit sichtbarer Bewunderung sprach Huppert über Streisands Karriere, ihren Mut und ihre Unabhängigkeit. „Das amerikanische Kino hatte lange Angst vor ihr. Autoritär, unabhängig und doch zutiefst frei“, sagte die französische Schauspielerin. Selbst der Namenswechsel von Barbara zu Barbra sei Teil ihrer selbst erschaffenen Legende gewesen.
Persönliche Liebeserklärung
Für Gänsehaut sorgte schließlich eine besonders persönliche Liebeserklärung: „Sie haben die schönsten Hände im amerikanischen Kino“, erklärte Huppert unter Applaus. Zum Abschluss machte sie deutlich, welche Bedeutung die Auszeichnung für Streisand habe: „Eine Ehrenpalme ist keine Belohnung, sondern eine Art zu sagen: Wir wissen, wir haben gesehen, wir haben gehört.“
Streisand bedankte sich in einer Videoansprache. „Das Kino besitzt diese magische Fähigkeit, uns miteinander zu verbinden, unsere Herzen und unseren Geist zu öffnen“, sagte sie.
Mitwirkung in 19 Kinofilmen
Streisand spielte in 19 Kinofilmen mit, führte bei drei Filmen Regie und erhielt zwei Oscars. Als erste Frau wurde sie mit einem Golden Globe für die beste Regie ausgezeichnet. Als Sängerin veröffentlichte sie 37 Studioalben.
Streisand stammt aus einer jüdischen Familie aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn und trat schon als 18-Jährige als Sängerin in Nachtclubs auf. Damals strich sie das zweite a aus ihrem Vornamen Barbara, weil sie diesen nicht mochte.


Ihr ehrgeizigstes Filmprojekt war das Drama „Yentl“: Tief bewegt von einer Erzählung des Schriftstellers Isaac Bashevis Singer erwarb sie die Rechte dafür, doch der Film kam erst 20 Jahre später ins Kino. Es war die erste große US-Kinoproduktion, in der eine Frau für Regie, Produktion und Drehbuch verantwortlich zeichnete und auch noch die Hauptrolle spielte.
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