Glück im Unglück hatten zwei Skitourengeher aus Wien am Großglockner. Sie wurden Samstagnachmittag von einem Schneebrett erfasst, konnten sich aber selbst befreien. Da nicht klar war, ob weitere Alpinisten verschüttet wurden, lief eine groß angelegte Suchaktion an, an der auch zwei Hubschrauber beteiligt waren.
Die beiden 27-jährigen Wiener hatten am Samstag eigentlich vorgehabt, mit Tourenski zum Glocknerkees aufzusteigen und dort zu biwakieren – am nächsten Tag, nach einer Durchsteigung der Pallavicinirinne, sollte dann der Glockner selbst bezwungen werden.
Nach ihrem Start um 9 Uhr bei der Kaiser-Josefs-Höhe waren sie gegen 15.10 Uhr knapp 300 Meter unterhalb des Glocknerbiwaks, als es zum Unglück kam. „Es löste sich ein Schneebrett, wodurch beide Tourengeher teilweise verschüttet wurden“, berichtet die Polizei. „Beide konnten sich rasch selbstständig aus den Schneemassen befreien. Unmittelbar danach setzten sie einen Notruf ab.“
Suche nach weiteren Verschütteten
Da die Geretteten zuvor von zwei anderen Tourengehern überholt worden waren, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass diese ebenfalls von der Lawine erfasst wurden. Es wurde ein planmäßiger Lawineneinsatz eingeleitet. Der Polizeihubschrauber Libelle Lima und zwei Bergretter suchten den Lawinenkegel ab, fanden jedoch glücklicherweise keine weiteren Verschütteten.
Die beiden 27-jährigen Wiener selbst wurden vom Notarzthubschrauber „Alpin Heli 6“ mittels Tau geborgen und zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe geflogen. Einer der beiden klagte über leichte Schmerzen und wollte sich selbstständig in ärztliche Behandlung begeben. Im Einsatz standen die Bergrettungen Heiligenblut, Winklern und Fragant mit 28 Kräften, die Notarzthubschrauber „Alpin Heli 6“ und „ÖAMTC C7“ und der Polizeihubschrauber Libelle Lima aus Klagenfurt.
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