"Ich wollte, dass meine Kinder sehen, wie ihre Großmutter ausgesehen hat und wie ich für sie gefühlt habe. Ich bin sicher, vielen Leuten geht es so", so Suri im Gespräch mit der Website "TechInAsia". Um das Ziel zu ersetzen und seiner verstorbenen Mutter ein "Online-Monument" zu errichten, realisierte er gemeinsam mit seiner Firma Creative Nature die Idee vom sozialen Netzwerk für die Toten.
Login im Netzwerk der Toten erfordert Facebook-Account
"DepartedLife" bietet die Möglichkeit, sich mithilfe des Facebook-Accounts anzumelden. Tatsächlich fragt die dazugehörige App nach erstaunlich vielen Erlaubnissen, und man sollte ihr nur Zugang zum eigenen Profil gewähren, wenn man sich des damit verbundenen Risikos bewusst ist. Ist man bei dem sozialen Netzwerk der Toten eingeloggt, kann man dann ein Profil für einen geliebten Verstorbenen einrichten.
"Unser Ziel ist es, ein Netzwerk von Erinnerungsseiten zu erstellen, in dem Familie und Freunde Tribut zollen können", heißt es vonseiten der Macher der Website. Durch die Profile der Verstorbenen könne man dazu beitragen, jene geliebten Menschen, die nicht mehr unter uns weilen, unsterblich zu machen, heißt es auf der Website.
Profile Verstorbener sollen Fotos und Videos enthalten
Auf den Profilen der Verstorbenen können nicht nur Informationen zum Menschen, dem die Erinnerungsseite gewidmet ist, öffentlich gemacht werden. Auch Fotos und Videos besonders glücklicher Momente sollen die Benutzer darauf posten, wenn es nach dem Team um Rahul Suri geht.
Ob die Website Anklang bei der Netzbevölkerung findet, ist noch völlig ungewiss. Fakt ist aber, dass der Umgang mit dem Tod auch im World Wide Web immer mehr zum Thema wird. So hat sich beispielsweise auch das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook bereits mit dieser Thematik beschäftigt.
Facebook bietet "Erinnerungsseiten" für Angehörige
Das Zuckerberg-Netzwerk löscht der Website zufolge seit einiger Zeit die Profile Verstorbener. Auf Wunsch der Angehörigen kann das Profil allerdings auch in eine Erinnerungsseite umgewandelt werden, welche weiterhin Daten über den Verstorbenen enthält und auch die Möglichkeit bietet, Einträge zu hinterlassen.
Allerdings können sich Angehörige bei einer so modifizierten Facebook-Seite nicht mehr anmelden und auch keine Status-Updates mehr posten, was nicht jedem Angehörigen eines verstorbenen Facebook-Nutzers recht sein dürfte. Durchaus denkbar, dass solche Menschen dann auf Seiten wie "DepartedLife" ausweichen. Ob es genug sein werden, um solche Websites am Leben zu halten, muss sich noch zeigen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.