Allzu oft wird vergessen, dass die Strahlen auch nach dem Hochsommer noch belastend sein können. Wenn die Herbstsonne tief steht, gelangt außerdem schädliche UV-Strahlung leichter in ungeschützte Sehorgane. Deshalb darf auch jetzt der Schutz, vor allem etwa beim Wandern oder Mountainbiken, nicht vergessen werden.
Dem ausgesetzt sind die vorderen Bereiche des Auges, allen voran Bindehaut, Hornhaut und Augenlider. So treten Erkrankungen auf, deren Häufigkeit mit der Intensität der UV-Einstrahlung zusammenhängt.
Krebs auf den Lidern
Besonders deutlich sieht man das beim „Pterygium“ (Flügelfell), einer gutartigen Wucherung der Bindehaut. Man findet das Leiden vor allem bei Menschen, die starker UV-Belastung ausgesetzt sind. Auch von bösartigen Melanomen der Bindehaut und verschiedenen Krebsarten der Augenlider ist bekannt, dass ihre Entstehung durch UV-Licht begünstigt wird. Nicht zuletzt beschleunigt eine hohe UV-Belastung auch die Entstehung einer Linsentrübung (Grauer Star), weil das energiereiche Licht die in der Linse enthaltenen Proteine schädigt.
Tipps für den Kauf
Auch jetzt Sonnenbrille tragen, vor allem, wer wandern oder Mountainbiken geht. Diese muss mit einem CE-Zeichen versehen sein. Das garantiert hohen UV-Schutz gemäß EU-Standards. Am besten zu großflächigen Modellen greifen, welche die Augen auch oben und seitlich abschirmen. Das ist dort wichtig, wo viel Licht von der Umgebung reflektiert wird. In den Bergen kommt der Höheneffekt hinzu, die UV-Intensität steigert sich je 1000 Höhenmeter um 15-20 Prozent.
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