Ein Skandal jagt am Küniglberg den nächsten. Nach Belästigungsvorwürfen, Gagen-Exzessen und Luxuspensionen wird jetzt das Geld der Zwangsgebührenzahler für externe Berater aus dem Fenster geschmissen. Die „Krone“ weiß, wer wie viel bekam ...
Nach Informationen der „Krone“ hat Übergangsgeneraldirektorin Ingrid Thurnher in nur wenigen Wochen um hunderttausende Euro externe Berater beauftragt. Und zwar so:
Obwohl der ORF drei Rechtsabteilungen hat, wurden seit dem 13. März 100.000 Euro für Juristen bezahlt. Gleiches bei den Meldestellen für Missstände: Davon gibt auch drei, jetzt wurden für eine Vierte 43.000 Euro aus dem Fenster geschmissen.
Für den Transparenzbeirat sind bis zum Sommer 280.000 Euro veranschlagt. Für Kommunikation – trotz riesiger Kommunikationsabteilung im eigenen Haus – gab sie 26.000 Euro aus. Das alles ergibt die sagenhafte Summe von 449.000 Euro in wenigen Wochen. Der ORF nennt auf Anfrage keine Zahlen, diese seien am Wochenende nicht eruierbar. Die genannte Zahl sei aber nicht nachvollziehbar. „Seit Amtsantritt der Generaldirektorin sind keine Beraterkosten in auch nur annähernd vergleichbarer Höhe angefallen.“
Die „Krone“ hat die blauen Stiftungsräte, die als einzige Thurnher nicht gewählt haben, mit den Zahlen konfrontiert. Peter Westenthaler zeigt sich fassungslos. „Es sieht so aus, als würde Frau Thurnher gemessen an ihrer Amtszeit jetzt die teuerste Generaldirektorin aller Zeiten sein.“
Es sieht so aus, als würde Frau Thurnher gemessen an ihrer Amtszeit jetzt die teuerste Generaldirektorin aller Zeiten sein.
ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler
„Sie baut teure Doppel- und Dreifachstrukturen auf. Warum sie das macht, weiß niemand so genau.“ Thurnher schaffe eine eigene Personalstruktur. Möglicherweise ein Zeichen, dass sie länger bleiben wolle, so Westenthaler. Fakt sei, dass es im ORF keinerlei Kostenbewusstsein gebe.
Thurnher habe bei ihrem Hearing im Stiftungsrat die Haushaltsabgabe verteidigt. „Sie ist ein Anhänger der Haushaltsabgabe. Und durch diese enormen Ausgaben weiß man jetzt auch, warum“, so Westenthaler.
Als Stiftungsrat ist er selbst umstritten. Beobachter fragen sich, wie ein Mitglied eines ORF-Kontrollgremiums bei einem Privatsender den Quotenstar spielen kann.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.