Opfer erst 14

Vergewaltigung: Schülerin rief per Facebook um Hilfe

Web
15.02.2013 10:13
"Hilfe" und "Er vergewaltigt mich": Mit diesen Worten hatte eine 14-jährige Britin im August vergangenes Jahres während einer Vergewaltigung mit ihrem Mobiltelefon auf Facebook um Hilfe gerufen – vergeblich: Mutter und Schwester kamen zu spät. Der 22-jährige Peiniger der Schülerin, ein Heroinabhängiger aus dem walisischen Connah's Quay, ist geständig und muss sich nun vor Gericht behaupten.

David Edgerton ist der Polizei nicht unbekannt: Bereits im Juni 2009 hatte der Angeklagte versucht, eine ehemalige Schulfreundin (20) zu vergewaltigen, nachdem er in ihr Haus eingebrochen war. Im Dezember 2011 attackierte Edgerton ein gerade mal zehn Jahre altes Mädchen und versuchte, dieses zu entführen. Nur durch das Eingreifen eines Passanten konnte Schlimmeres verhindert werden, wie die britische "Daily Mail" berichtete.

Vergangenen August schritt schließlich niemand mehr ein: Zunächst vergewaltige der 22-Jährige eine Frau, die ihn in seine Wohnung eingeladen hatte, dann, nur knapp zwei Wochen später, am Nachmittag des 22. August, verging er sich im walisischen Leeswood an der 14-jährigen Schülerin. Gerichtsunterlagen zufolge hatte Edgerton das Mädchen unter dem Vorwand, ein Pub zu suchen, angesprochen, sie daraufhin bei den Haaren gepackt und schließlich unter Androhung von Gewalt, sollte sie schreien, durch die Stadt in einen nahe gelegenen Wald gezerrt.

Hilfeschrei per Facebook
Trotz ihrer Tortur gelang es dem Mädchen noch während der Vergewaltigung, per Facebook um Hilfe zu rufen. Mittels ihres Mobiltelefons schrieb die 14-Jährige "Hilfe" und "Er vergewaltigt mich" auf die Pinnwand ihrer Schwester. Auf besorgte Fragen der alarmierten Mutter nach ihrem Aufenthaltsort konnte die 14-Jährige allerdings nicht mehr antworten. Schließlich machten sich Mutter und Schwester auf die Suche nach ihr und fanden sie am Straßenrand in einem "schrecklichen Zustand", wie es hieß.

"Strafe wird lang sein"
In Großbritannien ist die Empörung nun groß. Polizei und Behörden hätten drei Chancen vertan, David Edgerton hinter Schloss und Riegel zu bringen, so die Kritik. Wäre der 22-Jährige bereits früher verurteilt worden, hätte die 14-Jährige von ihrem Martyrium verschont bleiben können. Ein viertes Mal dürfte Edgerton allerdings nicht ungeschoren davonkommen: Er müsse sich dessen bewusst sein, dass seine Haftstrafe eine sehr lange sein werde, sagte der zuständige Richter Merfyn Hughes bei einer ersten Anhörung. Das endgültige Urteil soll im März fallen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Web
15.02.2013 10:13
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt