So haben zum Beispiel 75 Prozent aller befragten Personen schon einmal intime Texte und Bilder über ihr Smartphone verschickt, doch nur fast ebenso viele, nämlich 74 Prozent, rechnen damit, dass der Partner diese Daten bei einem Beziehungs-Aus auch vertraulich behandelt.
Intime Bilder als Druckmittel
Tut er dies nicht, ist der Schaden nur schwer zu begrenzen. Fünf Prozent der Befragten gaben an, von einem Ex-Partner bereits mit der Veröffentlichung privater Fotos auf Facebook bedroht worden zu sein. In Deutschland machten 70 Prozent der Ex-Partner die Drohung wahr, in anderen Ländern ist man deutlich zurückhaltender: In Mexiko ließen nur 31 Prozent, in Großbritannien 42 Prozent und in Brasilien 55 Prozent der Ex-Partner ihrer Drohung Taten folgen.
Die Löschung solcher Fotos kann dann nur vom Ex-Partner selbst ausgehen, 58 Prozent aller befragten Deutschen haben das bereits erlebt und mussten den Verursacher darum bitten. Ein Viertel hat sogar rechtliche Schritte eingeleitet, um die Löschung der intimen Fotos zu erzwingen.
Fünf Prozent der Befragten haben sich der Umfrage zufolge sogar schon einmal in den Account eines Dritten gehackt um die dortigen Inhalte offenzulegen, weil sie verlassen (35 Prozent), belogen (29 Prozent) oder betrogen (19 Prozent) worden waren oder weil die Person unangemessene Fotos gepostet hatte (23 Prozent).
Offene Daten-Beziehung
An Passwörter und andere private Informationen heranzukommen, ist zumeist nicht schwer. Vor allem in deutschen Beziehungen wird laut McAfee so ziemlich alles geteilt: Bankdaten (53 Prozent), der Zugang zum E-Mail-Konto (42 Prozent), Passwörter (32 Prozent), Sozialversicherungsnummer (30 Prozent), Angaben zur Krankenversicherung (45 Prozent), Krankenversicherungsnummer (37 Prozent) und Handy-Inhalte (37 Prozent).
Derart ausgestattet, ist das Verlangen bei vielen Nutzern offenbar groß, einen Blick in die Daten des Partners zu werfen. 23 Prozent aller Befragten checken die E-Mails des Partners manchmal, zehn Prozent regelmäßig. Auch Facebook und andere soziale Netze werden regelmäßig (acht Prozent) oder manchmal (22 Prozent) kontrolliert, ebenso Bankkonten, die immerhin 22 Prozent der Befragten manchmal überprüfen.
Für den McAfee-Sicherheitsstrategen Toralv Dirro ist dies "kein Zeichen von Vertrauen – es ist einfach fahrlässig".
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.