Wegen Rekord-Tiefstand
Heißzeit in Europa: Mammut taucht in der Donau auf
Die Trockenheit in Europa hat den Wasserpegel der Donau extrem absinken lassen. In Bulgarien wurde ein Rekordtiefstand verzeichnet, der den Fluss uralte Geheimnisse preisgeben lässt: die Überreste eines Mammuts.
Ein Dorfbewohner im Norden Bulgariens machte am Mittwoch den ungewöhnlichen Fund im seichten Flussbett der Donau. Fachleute des regionalen Geschichtsmuseums in der nahegelegenen Stadt Ruse wurden alarmiert. Sie stellten fest, dass es sich bei den Überresten um die Knochen eines Mammuts handelt.
Fund wird geborgen
Bisher konnten die Experten einen Unterkiefer, zwei Stoßzähne und möglicherweise eine Mammut-Rippe identifizieren, erklärte Museumsdirektor Nikolay Nenov gegenüber der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA. Der Fund wird nun geborgen und abtransportiert, um Herkunft und Alter zu bestimmen.
Mammuts, eine urzeitliche Gattung der Elefanten, wanderten über Millionen von Jahren über die Erde und lebten während der letzten Eiszeit bis vor rund 10.000 Jahren in Europa. Die letzten Exemplare starben erst um 2000 v. Chr. aus.
Pegel seit Wochen extrem niedrig
Aufgrund der aktuellen Heißzeit in Europa sind die Wasserpegel der Donau in den vergangenen Wochen auf Rekordtiefstände gesunken. In Kroatien wurden deswegen eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg und ein knapp 90 Jahre altes Schiffswrack freigelegt. Auch andere wichtige Wasserstraßen wie der Rhein haben extrem niedrige Pegel.









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