Mi, 15. August 2018

IFA: 3D¿TV

05.09.2005 16:28

Grundig präsentiert 3D-Fernseher

Elektonikhersteller Grundig will das dreidimensionale Fernsehen ins heimische Wohnzimmer bringen – ganz ohne Brille. Das Unternehmen präsentierte auf der IFA dreidimensionale Fernsehbilder, die auch ohne Spezialbrille sichtbar werden. "Hollywood lechzt danach", sagte Grundig-Manager Thomas Haida.

Die Präsentation wurde allerdings zunächst durch einen Vorführeffekt geschmälert: Erst beim dritten Mal war ein verzerrungsfreies Bild zu sehen. Bei einer späteren Demonstration war dann deutlich ein 3D-Effekt zu erkennen, zum Beispiel bei einem Ball, der über ein Fußballfeld flog.

Die Beständigkeit des 3D-Eindrucks hängt bei dem Prototypen, der in Zusammenarbeit mit dem Jenaer Displayhersteller X3D Technologies und dem Augsburger Unternehmen 3D Image Processing (3D-IP) hergestellt wurde, allerdings noch stark von der Position des Betrachters ab, eine Verschiebung um wenige Zentimeter kann das Bild scharf oder unscharf wirken lassen. Bis zum geplanten Marktstart 2007 werde das Problem aber behoben sein, sagte Thomas Haida. "Wir wollen diesmal vor allem zeigen, was möglich ist."

Der 3D-Effekt wird dadurch erreicht, dass die Augen unterschiedliche Bilder zu sehen bekommen. Für dreidimensionale Bilder ist daher eine Kamera mit zwei Objektiven notwendig, die auf dem Stand auch im Live-Betrieb zu sehen ist. Vor allem aber würden sich 3D-Bildschirme zunächst für Video-Fassungen dreidimensionaler Versionen von Filmen eignen, wie sie immer häufiger in Hollywood produziert werden.

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