Sa, 18. August 2018

Tierischer Spaß

19.12.2012 12:10

Topi oder Dikdik? Tierquiz im Dienste der Wissenschaft

Topi, Zorilla oder Dikdik? Bei der Klassifizierung wilder Tiere aus der Serengeti bitten britische Forscher jetzt um die Mithilfe der Internetgemeinde. Die Aufgabe der Nutzer: sich durch Millionen mittels Fotofallen geschossener Aufnahmen zu klicken und die ansonsten nur schwer vor die Kamera zu bekommenden Tiere zu bestimmen.

Mit einer Fläche von rund 30.000 Quadratkilometern erstreckt sich die Serengeti vom Norden Tansanias bis in den Süden Kenias. Zu erfassen, was hier kreucht und fleucht, wäre durch klassische Beobachtung für einzelne Tierforscher unmöglich. Im Rahmen des von der Universität Oxford sowie dem Chicagoer Adler Planetarium initiierten Projekts "Snapshot Serengeti" wurden daher in einer der weltweit größten Untersuchung dieser Art Hunderte Fotofallen installiert, um ein "einzigartiges Bild der Tierwelt" zu erstellen.

"Dahinter steckt die Idee, wenn wir sagen können, was auf den Aufnahmen zu sehen ist und was die Tiere darauf tun, dann können wir ein wahres Bild dessen schaffen, wie das Leben in der Serengeti ist", so Chris Lintott von der Universität Oxford gegenüber der BBC. Hilfe erhoffen sich die Wissenschaftler dabei von der Internetgemeinde. Auf der Website zum Projekt sollen sich Nutzer aus aller Welt durch die Millionen von Aufnahmen klicken, die über einen Zeitraum von drei Jahren geschossen wurden, und die darauf abgebildeten Tiere anhand charakteristischer Merkmale bestimmen.

Paarende Stachelschweine und jede Menge Nasen
Computer, erklärt Lintott, seien bei der Klassifizierung der Tierarten "wirklich schlecht". Tests mit "Nicht-Wissenschaftlern" hätten allerdings gezeigt, dass diese Tiere genauso gut identifizieren könnten. Neben dem Dienst an der Wissenschaft soll das Katalogisieren den Nutzern aber auch Spaß bereiten und ihre Neugierde wecken. "Eines meiner Lieblingsbilder zeigt zwei sich paarende Stachelschweine", schildert etwa Ali Swanson von der Universität Minnesota, die im Rahmen des Projekts regelmäßig die Fotofallen überprüft.

Die Kameras hielten Dinge fest, die sie während ihrer letzten drei Jahre in der Serengeti noch nie zu Gesicht bekommen habe, so Swanson. Die meisten Aufnahmen entstünden, wenn sich Tiere den Fallen näherten, um daran zu schnüffeln. "Wir haben auf den Bildern viele Nasen, was sehr unterhaltsam ist."

Spannende Detektivarbeit
Sämtliche Bilder werden in kurzen Sequenzen von zwei bis drei Aufnahmen auf der Website veröffentlicht, wo sie nach einer kostenlosen Registrierung sowie einer kurzen Einführung katalogisiert werden können. Anhand verschiedener Vorlagen können Nutzer unter anderem die Fell- oder Hautstruktur, die Form der Hörner und Ohren oder die Größe bestimmen und die Auswahl der infrage kommenden Tiere so nach und nach eingrenzen. Ist die passende Tierart gefunden, gilt es mittels Mausklick nur noch die Anzahl und das Verhalten (zum Beispiel essend oder schlafend) festzulegen.

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