QR-Codes ("Quick Response", englisch für "schnelle Antwort") haben einen wahren Siegeszug erlebt. Kaum ein Plakat oder Werbeinserat kommt noch ohne die kleinen schwarz-weißen Quadrate aus, die es Smartphone-Nutzern ermöglichen, im Handumdrehen auf bestimmte Websites zuzugreifen. Statt wie bislang die oftmals sehr langen Internetadressen einzutippen, genügt es nun, die bereits 1994 in Japan entwickelten QR-Codes einfach mittels spezieller App abzufotografieren.
Doch wohin man dann gelangt, bleibt dem Nutzer zumeist verborgen. Cyberkriminelle haben sich dies in der Vergangenheit bereits zunutze gemacht und beispielsweise per Spam-Nachrichten gefälschte QR-Codes verbreitet, die wiederum zu schädlichen Seiten führten oder gleich direkt dafür sorgten, dass Schadsoftware heruntergeladen und auf dem Smartphone installiert wurde.
Wie "The Register" unter Berufung auf zwei Spezialisten des Sicherheitsanbieters Symantec berichtet, seien die Täter nun jedoch einen Schritt weiter gegangen. Demnach seien zuletzt vermehrt Sticker mit "schlechten" QR-Codes entdeckt worden. Sie waren einfach an belebten Orten wie Flughäfen oder Einkaufszentren auf Werbeplakaten über die echten QR-Codes geklebt worden.
Der – nicht ganz überraschende - Rat der Experten: Nutzer sollten sich einen QR-Code-Scanner auf ihrem Smartphone installieren, der die hinter den Codes verborgenen Links zuvor auf etwaige Schädlinge überprüft. Noch einfacher geht es laut "The Register" allerdings, wenn man zuvor kurz prüft, ob es sich um einen Aufkleber handelt. Alternativ kann man schließlich immer noch auf die gewohnte Art die Internetadresse des jeweiligen Unternehmens eintippen, um dort nach weiterführenden Informationen zu suchen.
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