Sa, 18. August 2018

Auch im Härtefäll

29.10.2012 11:21

Verschwommene, verwackelte Fotos? Neue Software hilft!

In unzähligen Filmen und TV-Serien wie "CSI" werden scheinbar hoffnungslos verschwommene Fotos repariert, aus verzerrten Schemen werden gestochen scharfe Gesichter und Autokennzeichen herausgerechnet und so die Täter überführt. Im echten Leben ist die Technik bei Weitem nicht so potent, doch einen Schritt in diese Richtung hat nun der russische Entwickler Vladimir Yuzhikov mit seiner beeindruckenden Software "SmartDeblur" getan.

"SmartDeblur" steht als kostenloser Download für Windows auf Yuzhikovs Website bereit. Er beschreibt die Restaurierung eines verzerrten Bildes als "eines der interessantesten und wichtigsten Probleme der Bildverarbeitung - vom theoretischen wie auch vom praktischen Blickwinkel aus". Mathematische Lösungen hierfür seien bereits vor 70 Jahren entwickelt worden, doch erst jetzt könne man sie auch verwenden.

"SmartDeblur" lässt sich auf Fotos anwenden, die durch falschen Fokus oder Bewegung verzerrt wurden. Dies sei "sehr schwierig zu reparieren", so Yuzhikov. Wie "Gizmodo" beschreibt, untertreibe er damit sogar: Die auf seiner Website angeführten Beispiele seien mit anderer kommerzieller Software bisher unmöglich zu reparieren. Seine Ergebnisse würden sogar jene von Adobes Fotoreparatur-Software, die sich im Prototypen-Stadium befindet (siehe Infobox), übertreffen.

Besonders imposante Ergebnisse bei Text
Schließlich können mit "SmartDeblur" auch Fotos geschärft werden, die nicht künstlich mit einem Verzerrungsfilter belegt wurden und deren Pixel quasi nur verschoben wurden. Yuzhikovs Programm repariert auch durch falsche Linseneinstellungen und wackelige Aufnahmen entstellte Bilder. Perfekt sind die Ergebnisse nicht, aber beeindruckend, wie anhand zahlreicher Beispiele auf seiner Website deutlich wird. Besonders beachtlich sind die Ergebnisse bei Text, den die Softare vom unmöglich erkennbaren, verschwommenen Etwas in perfekt lesbare Buchstaben, Zeichen und Ziffern verwandelt.

Noch steht das Programm am Anfang, doch es könnte den Anfangspunkt für neue Fotorettungssoftware bilden. Auch die zukünftige Integration in Kameras, Smartphones und Tablets ist denkbar.

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