US-Wahlkampf

Hightech-Manager unterstützen Obama auf YouTube

Web
22.10.2012 10:26
US-Präsident Barack Obama hat bei seinem Streben nach einer Wiederwahl Unterstützung von führenden Figuren der Hightech-Branche bekommen. Seit Freitag wird auf der Internet-Plattform YouTube eine Reihe von Videos veröffentlicht, in der einflussreiche Manager für den politischen Kurs des Demokraten werben.

In einem zweiminütigen Film kommen unter anderem der Gründer der Kleinanzeigen-Website Craigslist, Craig Newmark, und der Gründer des sozialen Netzwerks LinkedIn, Reid Hoffman, zu Wort. "Ich unterstütze Obama, weil ich persönlich festgestellt habe, wie viel er von Innovation hält und wie sehr er darauf bedacht ist, die Zukunft zu schaffen, die wir alle anstreben", sagt Hoffman in dem Video. 

Beide Lager haben ihre Fürsprecher
Rusty Rueff von der Grammy-Stiftung lobt, Obama sei der Ansicht, "dass dieses Land vorwärts gehen muss und dass Innovation der einzige Weg ist, das zu erreichen". Auch die Chefin des Internetkonzerns Yahoo, Marissa Mayer, unterstützt nach Angaben der Website Opensecrets.org, die Beiträge im US-Wahlkampf auswertet, den amtierenden Präsidenten.

Sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney kann allerdings die Chefin des Internet-Auktionshauses Ebay, Meg Whitman, und den Chef des US-Telekommunikationsriesen Cisco, John Chambers, zu seinen Unterstützern zählen. 

USA: Wahlkämpfende Promis nicht ungewöhnlich
In den Vereinigten Staaten ist es gängige Praxis, dass Prominente sich im Wahlkampf für eine der beiden wahlwerbenden Parteien engagieren. So hatten zuvor auch schon zahlreiche Hollywood-Promis für Obama oder Romney geworben: George Clooney beispielsweise ist als überzeugter Demokrat, Western-Urgestein Clint Eastwood hingegen als aktiver Republikaner bekannt.

Der Wahlkampf mit prominenten Gesichtern findet zunehmend auch im Internet statt. Das Forschungsinstitut Pew hatte am Montag eine Umfrage veröffentlicht, wonach 39 Prozent der US-Bürger soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter für politische Aktivitäten nutzen. Bei den jüngeren Wählern liegt der Anteil noch höher. Die US-Präsidentschaftswahl findet am 6. November statt.

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