Mi, 12. Dezember 2018

Als "Terroristen"

08.10.2012 11:48

Hackern drohen in der Türkei 24 Jahre Gefängnis

Die türkische Staatsanwaltschaft fordert bis zu 24 Jahre Haft für die mutmaßlichen Mitglieder einer Hackergruppe, die unter anderem die Website der Polizeibehörde des Landes attackiert hatte. Die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Ankara will die Hacker der Gruppe "Redhack" nach den Antiterrorgesetzen vor Gericht bringen und stuft sie als "Mitglieder einer bewaffneten Terrororganisation" ein.

Zudem wirft die Staatsanwaltschaft den Hackern Geheimnisverrat und Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen vor. Unter den zehn Beschuldigten seien drei Universitätsstudenten, berichteten türkische Medien am Montag. Wann der Prozess gegen die mutmaßlichen "Redhack"-Mitglieder beginnen soll, sieben davon sitzen seit Monaten in Untersuchungshaft, ist noch offen.

Mehrere Behörden-Websites attackiert
"Redhack" hatte im Februar die Internetseite der zentralen türkischen Polizei außer Gefecht gesetzt und gleichzeitig fast 350 weitere Websites türkischer Polizeibehörden im ganzen Land attackiert. Bereits zuvor hatte die Gruppe die Websites anderer türkischer Behörden angegriffen, darunter die des obersten Berufungsgerichts und des für das Internet zuständigen Verkehrsministeriums.

Antiterrorgesetze gegen legitime Kritik?
Kritiker und auch die EU werfen den türkischen Behörden vor, die strengen Antiterrorgesetze des Landes zur Verfolgung von gewaltlosen Aktionen heranzuziehen und damit die Meinungsfreiheit im EU-Bewerberstaat Türkei einzuschränken.

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