Sa, 20. Oktober 2018

Großer Partner

02.10.2012 08:57

Nokia gewinnt US-Riesen Oracle für seinen Kartendienst

Nokia hat mit Oracle einen weiteren großen Kunden für seine Kartendienste gewonnen. Der US-Unternehmenssoftwareriese wolle die Nokia-Karten für Nutzer seiner Programme verfügbar machen, bestätigte ein Nokia-Sprecher dem "Wall Street Journal" von Montag. Der einstige Handy-Weltmarktführer hat in den vergangenen Jahren viel Zeit und Geld in den Aufbau eines hochentwickelten Kartendienstes gesteckt. Unter anderem kaufte Nokia vor fünf Jahren für gut acht Milliarden Dollar (6,2 Milliarden Euro) den Kartenanbieter Navteq.

Während Nokia bei Handys und Smartphones inzwischen von Rivalen wie Samsung und Apple überholt wurde, hat es sich Konzernchef Stephen Elop zum Ziel gesetzt, zum führenden Anbieter von Geodiensten zu werden. So stellt Nokia als Teil der großen Partnerschaft mit Elops früherem Arbeitgeber Microsoft die Kartendienste auf Geräten mit dem mobilen Betriebssystem Windows Phone.

Mit der nächsten Version Windows Phone 8 sollen Ende Oktober neue Funktionen eingeführt werden, etwa die Anzeige von weiterführenden Informationen und Details, wenn man die Kamera auf einen Straßenzug richtet. Zuletzt schloss Nokia auch Karten-Vereinbarungen mit dem weltgrößten Online-Händler Amazon und dem Rabattcoupon-Anbieter Groupon ab.

Verpatzter Start für Apples Kartendienst
Stärkster Konkurrent ist Google mit seinem weit ausgebauten Kartendienst Google Maps. Smartphone-Rivale Apple leistete sich zuletzt dagegen einen Fehlstart mit seinem ersten eigenen Kartenangebot. Mit dem Start des iPhone 5 verbannte Apple erstmals die Google-Karten aus der neuen Version seines mobilen Betriebssystems iOS. Nutzer klagen jedoch über Fehler, fehlende Details und verzerrte 3D-Ansichten in Apples eigenem Kartendienst.

Am vergangenen Freitag entschuldigte sich Apple-Chef Tim Cook persönlich bei den Kunden (siehe Infobox) und empfahl ihnen, vorerst auf Angebote von Konkurrenten zurückzugreifen. Nokias Karten können auf iPhones und iPads allerdings bisher nur über den Browser genutzt werden, was weniger bequem ist als mit einer App. Ein weiterer wichtiger Anbieter von digitalen Karten ist das nichtkommerzielle Freiwilligen-Projekt OpenStreetMap.

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