Was treibt junge Menschen an, wie sehen sie die Welt? In seiner Reihe „Wir sind nicht so!“ sucht Robert Schneider das Gespräch mit Jugendlichen. Jüngst traf er die 14-jährige Bregenzerwälderin Emma Albrecht.
Das Café Linde, ehemals Cäsars, am Alberschwender Dorfplatz ist gut gefüllt an diesem kalten Nachmittag. Draußen ist bestuhlt, auch wenn der unwirtliche April den Frühlingsgefühlen einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht hat. „Wenigstens sagen die Klimaschützer jetzt nicht, es sei der heißeste April seit der Wetteraufzeichnung“, bemerkt ein älterer Herr, mit dem ich kurz ins Gespräch komme, ironisch zu den Wetterkapriolen.
Im gemütlich warmen Lokal sitzt eine Seniorinnenrunde. Man klopft einen Jass. Die Damen sind schweigsam und mit sehr ernsten Gesichtern bei der Sache. Am hintersten Tisch sehe ich schon meine junge Interviewpartnerin auf mich warten. Emma Albrecht ist erst 14 Jahre alt, weswegen sie auch mit ihrer Mutter den Termin wahrnimmt. „Unfreiwillig“, wie Emma meint. Sie hätte das Interview auch alleine hinbekommen. Aber die Zweifel zerstreuen sich bald, weil die Mama lediglich zuhört und sich in keiner Weise in das Gespräch einmischt.
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