Mehrere Explosionen

Raffineriebrand verschärft Australiens Spritkrise

Ausland
16.04.2026 13:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Großbrand in einer Ölraffinerie in Geelong hat in Australien die ohnehin angespannte Treibstofflage vorübergehend beeinträchtigt und verschärft. Und er sorgt für zusätzliche Unsicherheit bei der Versorgung mit Kerosin –  vor allem die australischen Fluglinien trifft das Unglück daher schwer.

Das gewaltige Feuer in der Anlage des Energieunternehmens Viva Energy war am späten Mittwochabend (Ortszeit) ausgebrochen. Dabei gab es Berichten zufolge auch mehrere Explosionen. Nach Angaben der Feuerwehr ist der Großbrand mittlerweile unter Kontrolle.

Die Anlage in der Nähe von der Millionenmetropole Melbourne ist eine von nur zwei großen Ölraffinerien im Land. Sie deckt laut Viva Energy mehr als 50 Prozent des Kraftstoffbedarfs des Teilstaates Victoria und zehn Prozent des gesamten australischen Kraftstoffbedarfs. Unternehmensangaben zufolge kann die Raffinerie bis zu 120.000 Barrel Öl pro Tag verarbeiten.

(Bild: kameraOne (Screenshot))
Der Brand in der Raffinerie kommt zu einem „ungünstigen Zeitpunkt“.
Der Brand in der Raffinerie kommt zu einem „ungünstigen Zeitpunkt“.(Bild: AFP/Giuliana Elakis)

Technischer Defekt als Ursache
Brandursache war laut ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt, durch den brennbare Gase und Flüssigkeiten Feuer fingen. Die Produktion läuft zunächst aus Sicherheitsgründen nur eingeschränkt weiter: Energieminister Chris Bowen sagte, die Raffinerie produziere weiterhin Flugtreibstoff und Diesel, allerdings „auf reduziertem Niveau“. Der Brand komme zu einem „ungünstigen Zeitpunkt“.

Nach Angaben der Behörden bestand zu keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung. Die Menschen in der Region sollten aber vorsichtshalber ihre Fenster geschlossen halten. Das Ausmaß der Schäden und mögliche langfristige Folgen sind noch unklar.

Australische Fluglinien schwer betroffen
Das Unglück trifft Australien schwer, weil Fluggesellschaften ohnehin bereits mit stark gestiegenen Treibstoffkosten infolge des Iran-Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus zu kämpfen haben. Erst in den vergangenen Tagen hatten die Airlines Qantas, Jetstar und Virgin Australia angekündigt, als Reaktion Verbindungen im Inland zu reduzieren oder zu streichen und Flüge zu bündeln. Zudem sollen die Ticketpreise weiter steigen.

Unterdessen reist der australische Premierminister Anthony Albanese seit Tagen durch Südostasien, um die Energieversorgung seines Landes zu sichern. Nach Besuchen in Singapur und Brunei führt er derzeit Gespräche in Malaysia.

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