Sophos hat am Dienstag eine neue Online-Anleitung herausgegeben, wie das Problem ausgeschaltet werden kann. Es könne allerdings vorkommen, dass dies nicht den gewünschten Erfolg zeige, so Sophos. In diesem Fall müsse man den Virenschutz neu konfigurieren oder eine Neuinstallation vornehmen.
Vielen Kunden sind die Angaben offenbar unbekannt oder zu kompliziert, denn der Sophos-Kundendienst ist am Rande seiner Kapazitäten, wie Unternehmenschef Kris Hagerman in einer Mitteilung wissen ließ. Er entschuldigte sich bei Privat- wie Firmenanwendern - darunter auch diejenigen Kunden, die aufgrund des überlasteten Kundendienstes nicht zu Sophos durchdringen könnten. Man tue alles, um jedem Anrufer zu helfen.
Virenschutz in aller Welt ausgefallen
Die Virenschutzprogramme des Anbieters hatten sich am späten Mittwochabend teilweise selbst deaktiviert, nachdem mit einem Update falsche Signaturdateien eingespielt wurden. Das Programm stufte diese als schädlich ein, dabei wurde auch der für Updates nötige Programmteil lahmgelegt, sodass ein Nachbessern ohne Mithilfe des Users unmöglich wurde. Die Probleme treten in aller Welt auf, Callcenter in den USA ebenso wie Europa, Australien und Japan wurden mit Anfragen überschwemmt.
Sophos verspricht detaillierte Erklärung
Ein solches Problem wie das fehlerhafte Update sei in der 25-jährigen Geschichte des Unternehmens noch nie vorgekommen, zeigte sich Hagerman zerknirscht. Wenn allen Kunden geholfen worden sei, werde man eine vollständige und detaillierte Erklärung über die Hintergründe abgeben. "Das sind wir Ihnen schuldig", so Hagerman. Bis dahin bleibt unklar, wie die fehlerhaften Signaturdateien in das Update gelangten.
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