Elektrobranche gewinnt

Hitzewellen sind schlecht für das Geschäft

Wirtschaft
28.07.2026 15:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Extreme Hitzewellen verändern das Konsumverhalten der Menschen. In Österreich sorgten die hohen Temperaturen im Juni etwa für geringere Umsätze in der Gastronomie, im Handel und bei touristischen Attraktionen. Das zeigt eine Erhebung des Zahlungsdienstleisters Ayden.

Betrachtet wurde der Zeitraum vom 27. bis zum 29. Juni, als das Thermometer an manchen Orten in Österreich erstmals die 40-Grad-Marke knackte. Zum Vergleich diente die darauffolgende Woche (4. bis 6. Juli), in der die Temperaturen wieder niedriger waren. Demnach verzeichneten Restaurants während der Hitzewelle 13 Prozent weniger Transaktionen und 14 Prozent weniger Umsatz. Auch Transaktionen für Online-Essensbestellungen gingen zurück (um acht Prozent).

Einen noch größeren Rückgang verzeichneten touristische Attraktionen. Sowohl der Umsatz als auch die Zahl der Transaktionen sank jeweils um rund ein Viertel. Alle Zahlen beziehen sich ausschließlich auf das Volumen, das über die Ayden-Plattform abgewickelt wurde.

Es gab aber auch Gewinner der hohen Temperaturen, vor allem die Elektrobranche. Dort führte die hohe Nachfrage nach Ventilatoren, mobilen Klimageräten und Kühlgeräten zu einem deutlichen Umsatzplus von 41 Prozent. Auch die Transaktionen nahmen um fast ein Drittel (30 Prozent) zu.

Wieder bis zu 40 Grad Celsius erwartet
Zudem hatten Österreichs Freibäder während der Hitzewelle Ende Juni mehr Gäste. „Wiens Bäder sind wichtige Hitzeschutzpartner und für viele Menschen eine gute Möglichkeit, den hohen Temperaturen zu entkommen. Das haben die hohen Gästezahlen während der vergangenen Hitzewelle bewiesen“, sagte etwa Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky am Dienstag. Für diese Woche ist bereits die nächste Hitzewelle in Österreich angekündigt. Für Freitag prognostizieren Meteorologinnen und Meteorologen bis zu 40 Grad Celsius. In Wien haben daher einige Freibäder angekündigt, ihre Öffnungszeiten zu verlängern, darunter das Strandbad Alte Donau, das Kongressbad und das Brigittenauer Bad. 

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