Dem Bericht nach soll Warg zwischen 2010 und 2012 mehrfach in die Server von Logica eingedrungen sein. Steuerdaten mehrerer Personen seien dabei kopiert worden, berichtet "Dagens Nyheter". Während sich die schwedischen Behörden bislang nicht zu der neuen Wendung in dem Fall äußerten, bestätigte "Pirate Bay"-Mitgründer Peter Sunde (im Bild rechts) per Twitter, dass Warg (links) nicht – wie zunächst vermutet – wegen seiner früherer Vergehen verhaftet wurde. Er werde "wegen etwas festgehalten, dass nichts mit 'The Pirate Bay' zu tun hat", so Sunde.
Warg war 2009 in Schweden zu einem Jahr Gefängnis wegen Beihilfe zur Verletzung des Urheberrechts verurteilt wurden, zum Haftantritt im April des Jahres jedoch nicht erschienen. Daraufhin wurde Warg international zur Fahndung ausgeschrieben. Sollte er nach Schweden ausgeliefert werden, "kommt er hinter Gitter. Das ist völlig klar, weil er bei uns rechtskräftig verurteilt ist", so ein Sprecher des schwedischen Außenministeriums vor wenigen Tagen.
Berichte, wonach Schweden Kambodscha für die Verhaftung und Abschiebung Wargs ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe von 57 Millionen US-Dollar gewährt haben soll, wies das Außenministerium indes zurück: Keine Person, die zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden sei, sei es wert, dass 45 Millionen Euro für sie gezahlt würden, so der Sprecher weiter.
Warg soll sich derzeit auf Schwedens Befehl hin im Innenministerium von Kambodscha aufhalten. Wie sein einstiger Mitstreiter Sunde twitterte, werde er in Büroräumlichkeiten festgehalten und nicht in einem Gefängnis. Sein Zustand sei wegen einer Drogenabhängigkeit dennoch schlecht, berichtet "Dagens Nyheter".
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.