AT-Alert ausgelöst

Murenabgänge nach schweren Unwettern in Sölden

Tirol
30.07.2026 00:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schwere Unwetter haben Mittwochabend in Sölden im Tiroler Ötztal zu Murenabgängen geführt. Bei den sogenannten Rofenhöfen nahe dem Ortsteil Vent verlegte eine Mure offenbar eine Straße, rund 30 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden. Indes waren für die Gemeinde kurzzeitig AT-Alert sowie Zivilschutzalarm ausgelöst worden.

Bürgermeister Ernst Schöpf sagte, man verzeichne Sachschäden, verletzt wurde hingegen niemand. Die betroffenen 30 Personen wurden in einem Hotel in Vent untergebracht. Zudem sei im Bereich der Rofenhöfe offenbar ein Parkplatz unterspült und Autos beschädigt worden. Auch ein Klärwerk im Norden der Gemeinde sei „wohl etwas lädiert worden“, erklärte der Bürgermeister gegenüber der APA. In einige Tiefgaragen in dem Bereich trat zudem auch Wasser ein. Berichten zufolge wurden auch einige Straßenabschnitte im Venter Tal weggerissen.

Die Ötztaler Ache sei durch die Murenabgänge indes nicht teilweise verlegt worden, berichtete der Ortschef. „Sie ist einfach nur ziemlich voll“, fasste Schöpf die Lage zusammen. Das Ortszentrum der Tourismusgemeinde blieb von den Unwettern und Muren verschont.

Auch Personalhäuser evakuiert
Abseits der Rofenhöfe seien in der Gemeinde auch zwei Personalhäuser kurzzeitig evakuiert worden. Die betroffenen Personen konnten aber bereits in ihre Unterkünfte zurückkehren.

Zitat Icon

So unglaublich es klingt: Wir haben bereits wieder eine sternenklare Nacht.

Söldens Bürgermeister Ernst Schöpf

Kurz vor Mitternacht hatten die Unwetter das hintere Ötztal jedenfalls wieder verlassen. „So unglaublich es klingt: Wir haben bereits wieder eine sternenklare Nacht“, schilderte Schöpf, der sich trotz der herausfordernden Situation relativ gelassen zeigte.

Alarme ausgelöst
Rund zwei Stunden zuvor waren in der Gemeinde noch AT-Alert sowie Zivilschutzalarm ausgelöst worden, wie das Land mitteilte. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen der Behörden und Einsatzkräften zu folgen. Keller, Tiefgaragen oder Unterführungen sollten demzufolge gemieden werden. Man solle zu Hause bleiben und sich in obere Stockwerke begeben. Ebenso sollten sich die Menschen von Gewässern und Uferbereichen fernhalten und sich nicht auf Brücken aufhalten. Nach 23 Uhr wurde die behördliche Warnung aber dann wieder aufgehoben.

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