Die jetzt gebotene Summe sei nicht genug, sagte der Berater Chris Nagy am Sonntag. Andere, direkt betroffene Finanzfirmen wie Knight Capital und die Schweizer UBS wollten sich zwar nicht zu der aufgestockten Offerte äußern, sie hatten aber bereits anklingen lassen, dass sie vor Gericht ziehen könnten, wenn die Entschädigung nicht den tatsächlichen Schaden abdeckt.
Die Nasdaq-Systeme hatten aufgrund technischer Probleme die hohen Order- und Stornierungs-Zahlen bei dem Facebook-Börsengang nicht bewältigen können. Die Finanzfirmen, die den Gang aufs Parkett begleiteten, büßten dadurch mutmaßlich mehr als 200 Millionen Dollar ein.
Die Nasdaq hatte ihr Entschädigungsangebot an die betroffenen Finanzfirmen am Freitag nach heftiger Kritik um 22 Millionen auf insgesamt 62 Millionen Dollar aufgestockt. Zudem sollen die Entschädigungen in bar ausgezahlt werden, nachdem bisher vor allem Handelsrabatte angeboten wurden.
Nagy zufolge könne der Umstand, dass die Nasdaq ihre Offerte aufgestockt habe, eine Anzeichen dafür sein, dass sich die Börse ihrer Rechtsposition nicht sicher sei.
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