Die Regelung sei eine Reaktion auf das schnelle Wachstum des Angebots an Filmen im Internet, die oftmals vulgäre, gewalttätige oder pornografische Inhalte zeigten, erklärten die Staatliche Verwaltung für Radio, Film und Fernsehen (SARFT) und das Staatliche Büro für Internet-Information. Ziel der Maßnahme sei, ein qualitativ höherwertiges Online-Programm zu fördern. Anbieter von Internet-Videos müssten dabei mehr Verantwortung übernehmen.
Die Regierung werde dafür sorgen, dass die neuen Regeln umgesetzt würden, betonte SARFT. Über beabsichtigte Standards bei der neuen, vorgeschalteten Zensur oder über mögliche Strafen wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Zensur von Filmen und Einschränkungen für das Fernsehprogramm sind in China schon seit langem an der Tagesordnung. International beliebte Online-Portale wie YouTube sind hier gesperrt.
Wie groß die Auswirkungen der neuen Verschärfung sein werden, ist fraglich. Das beliebteste chinesische Videoportal Youku (Bild) beschäftigt nach eigenen Angaben mehrere hundert Mitarbeiter, die alles Bildmaterial prüfen, bevor es veröffentlicht wird. Weder vulgäre oder gewaltsame Inhalte noch irgendetwas Politisches habe dabei eine Chance ins Netz zu gehen, sagte eine Mitarbeiterin, die anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AP.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.