Für ihre Untersuchung nahmen Assistenzprofessor Eric Gilbert und sein Team 600.000 E-Mails des einstigen Energiekonzerns Enron unter die Lupe. 14,7 Prozent davon - also jede siebte Mail - konnten die Forscher dabei der Kategorie "Klatsch & Tratsch" zuordnen, da sie Informationen über Personen enthielten, die nicht zum Empfängerkreis der Nachricht zählten.
Wie "Fox Business" unter Berufung auf die Studie berichtet, ist das Tratschen ein in allen Unternehmensebenen beliebter Zeitvertreib. Von insgesamt sieben Hierarchiestufen, die Gilbert und sein Team bei Enron identifizierten, tratschte die unterste zwar am meisten, gleich darauf folgte jedoch die Ebene der Vizepräsidenten und Direktoren, die ihren Tratsch vornehmlich an die Unternehmensspitze weitergab.
Ebenfalls interessant: Das Verhältnis von negativem zu positivem Tratsch betrug 2,7 zu 1. Oder anders ausgedrückt: Mitarbeiter lästerten fast drei Mal häufiger über ihre "lieben" Kollegen, als dass sie diese beispielsweise lobten. Dennoch sei Tratsch laut Gilbert keineswegs etwas Schlechtes, diene er doch sowohl auf geschäftlicher als auch persönlicher Beziehungsebene unter anderem dem Informationsaustausch und der Unterhaltung.
Wichtig sei nur, wie Technik-Experte Tom Stewart gegenüber der britischen "Daily Mail" sagt, dass man niemals Dinge in einer E-Mail schreibe, die man nicht auf der Titelseite einer Zeitung lesen wolle. Denn wie bei jeder anderen Form des Tratsch-Austausches auch, blieben die Mail-Lästereien selten geheim.
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