Ist das ein Firebird, der sich von einem Pontiac gelöst hat und Fleisch geworden ist? Wir wissen nur, dass in Zürich ein Greifvogel ins Radar geflogen ist. Ohne Auto. Aber die Schweizer Polizei kennt ja bekanntlich keine Gnade.
Dabei war er „mit Vollgas ins Wochenende“ - wie die Zürcher Polizei ihren launigen Facebook-Post betextete - nicht einmal richtig schnell. Im Sturzflug kann ein Adler über 200 km/h erreichen. Aber dann würde er das Radarfoto (wenn das Gerät überhaupt auslösen würde) nicht überleben, weil er einen Sekundenbruchteil nach dem Foto am Asphalt enden würde. Parallel zum Boden schafft aber sogar eine Taube Tempo 100.
Aber der Foto-Vogel hatte gerade mal 38 km/h drauf. Zu viel für eine 30er-Zone. Auch wenn es nur 8 km/h sind: Die Strafe (offiziell: Busse) ist gewaltig. 6 bis 10 km/h über dem Limit kostet innerorts 120 Franken. Da aber 3 km/h Toleranz abgezogen werden, kommt der Tiefflieger mit 40 Franken davon. Mangels Kennzeichen ist der Übeltäter aber wohl kaum zu ermitteln bzw. zu greifen.
Autofahrern kann der Greifvogel jedenfalls eine Warnung sein. Die Chance, dass sie nicht gegriffen werden, wenn sie zu sehr aufs Gas (oder nicht rechtzeitig auf die Bremse) steigen, ist gering. Und wie immens hoch die Strafen sind, haben wir jetzt wieder gesehen. Übrigens: 31 statt 30 km/h kostet auch 40 Franken. Bei 41 statt 30 werden schon 250 Franken fällig.
Bleibt noch zu klären, was das für ein Vogel war. Vielleicht ein Buss-ard.
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