Kette Burgermeister

Wie ein Berliner Burger Österreich erobern will

Wirtschaft
11.06.2026 05:30

Die Berliner Burgerkette Burgermeister wagt den Sprung nach Österreich. Noch heuer sollen die ersten Standorte in Wien eröffnen, langfristig sind Restaurants im ganzen Land geplant. Das Unternehmen setzt auf eine überschaubare Karte, ausgedehnte Öffnungszeiten und Berliner Flair – doch der Wettbewerb ist hart.

Vom Imbiss im umgebauten Toilettenhaus in Berlin bis in die Kaiserstadt. Die Berliner Burgerkette Burgermeister startet ihre Österreich-Expansion in Wien. Noch heuer sollen drei Standorte eröffnen, der Erste im Herbst und langfristig sind mindestens 20 Filialen geplant – jede Landeshauptstadt werde versorgt. Der lokale Partner ist dabei die Gastronomie-Gruppe Schwarz Hirsch.

Was im Jahr 2006 als Imbissbude in einer umgebauten U-Bahn-Toilette in Berlin begann, ist nun zu insgesamt 31 Standorten in Deutschland und dem ersten Expansionsland Polen angewachsen. Dort eröffnete die Kette erst kürzlich den zweiten Standort außerhalb Deutschlands.

„Ich starte gerne mit etwas Schwierigem und ein Land mit anderer Sprache und Währung ist dafür genau das Richtige“, erklärt Burgermeister-Chef Robert Fügert im „Krone“-Gespräch. 

Nach Angaben des Unternehmens wurden im vergangenen Jahr mehr als sechs Millionen Burger verkauft und die 100-Millionen-Euro-Umsatzmarke geknackt. Dieses Jahr will man in etwa 180 bis 200 Millionen Euro umsetzen und von derzeit insgesamt rund 1000 Mitarbeiter auf 1700 erhöhen.

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Ich starte gerne mit etwas Schwierigem, und ein Land mit anderer Sprache und Währung ist dafür genau das Richtige.

Burgermeister-Chef Robert Fügert

Burger sollen genau wie in Berlin schmecken
Die Burgerkette setzt auf eine gezielt kleine Karte und bietet dabei auch einen Veggie-Burger mit oder ohne Brötchen an. Anders als viele internationale Ketten will Burgermeister zentrale Produktionsschritte in Berlin belassen. Burger-Laberl, Brötchen und weitere Kernprodukte sollen auch künftig aus der firmeneigenen Produktion in Deutschland nach Österreich geliefert werden.

Dafür betreibt das Unternehmen eine eigene Bäckerei und Fleischerei. Die bestehenden Kapazitäten seien auf mehr als 100 Standorte ausgelegt, erklärt Fügert dazu. Anpassungen an den österreichischen Gaumen seien allerdings nicht geplant, man wolle sich treu bleiben. Nur geringfügige Anpassungen, wie Portionsgrößen, seien denkbar. 

Der Burger-Chef zeigt sich trotz des starken Wettbewerbs im heimischen Fast-Food-Markt optimistisch. Burgermeister positioniere sich als Alternative zu den großen Burgerketten und setze auf eine bewusst schlanke Speisekarte, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Burgern ab etwa fünf Euro sowie Öffnungszeiten, die auch Nachtschwärmer ansprechen.

Der Markteintritt ist Teil einer größeren Europa-Expansion. Neben Österreich plant Burgermeister neue Standorte in Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Tschechien und Spanien.

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