Di, 14. August 2018

Facebook

18.05.2012 15:08

Datenschutz: Verzögern Wiener neue Richtlinie?

Die Umsetzung der von Facebook angekündigten neuen Datenschutzbestimmungen könnte sich verzögern. Wie die Wiener Studentengruppe "europe-v-facebook" bekannt gegeben hat, müsste das Unternehmen zunächst über Verbesserungsvorschläge der Aktivisten abstimmen lassen, um einer eigenen Facebook-Richtlinie zu entsprechen.

"europe-v-facebook" wurde bekannt, nachdem die Gruppe im vergangenen Sommer bei der zuständigen irischen Datenschutzbehörde 22 Anzeigen gegen das weltweit größte Online-Netzwerk eingebracht hatte.

Die irische Datenschutzbehörde legte im vergangenen Dezember einen ersten Bericht vor, demzufolge Facebook weltweit seine Datenschutzbestimmungen an die europäischen Gesetze anpassen muss. Die Änderungen, die das Unternehmen daraufhin vornehmen wollte, waren durchaus nicht unumstritten, worauf die Kritiker von "europe-v-facebook" eine Liste mit ihren Verbesserungsvorschlägen erstellten. Sie platzierten diese unter www.our-policy.org im Netz und forderten die Facebook-Nutzer auf, diese zu unterstützen.

Über 35.000 Kommentare
Die deutschsprachige Version der Seite soll bisher 28.000 durchwegs wohlwollende Kommentare erhalten haben, die englischsprachige 7.000. "Facebook muss nun weltweit alle Nutzer über die Änderungen abstimmen lassen", fordern die Aktivisten und verweisen dabei auf eine Klausel in den derzeitigen Facebook-Datenschutzrichtlinien.

Nur 7.000 User für Abstimmung nötig
Darin verpflichtet sich das Unternehmen, eine beabsichtigte Änderung unter den Nutzern zur Abstimmung zu bringen, wenn 7.000 User zu dieser denselben Kommentar abgeben bzw. abgegeben haben. Die Wiener Studenten nehmen für sich in Anspruch, mit ihrer Aktion genau diesen Fall bewirkt zu haben.

Gibt Facebook nach?
"Wie eine solche Abstimmung ablaufen soll, ist unklar, da es einen solchen Fall auf Facebook bisher nicht gegeben hat. Jedenfalls kann die Änderung der Richtlinie nun erst mal nicht durchgeführt werden", stellten die Aktivisten in ihrer Aussendung fest. Ob Facebook diese Ansicht teilt, war vorerst unklar.

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