So, 24. Juni 2018

Praktische Helfer

11.05.2012 13:35

So verpasst du deinen Texten den letzten Feinschliff

Deutsche Sprache, schwere Sprache. Wem das Finden der richtigen Worte Schwierigkeiten bereitet, sei es für den Beruf oder im Alltag, muss jedoch nicht verzweifeln: Kostenlose Online-Dienste können dabei helfen, den eigenen Texten den letzten Schliff zu verpassen und kleinere wie größere Fehler zu beseitigen. krone.at stellt praktische Gratis-Helfer vor.

Fehler korrigieren
Klein, groß, zusammen oder getrennt? Wer in Fragen der Rechtschreibung nicht weiterweiß, wendet sich in der Regel zuerst an die Textverarbeitung seiner Wahl. Doch auch die Korrekturhilfen von Word und Co. stehen manchmal an. In diesem Fall bietet die Rechtschreib- und Grammatikprüfung des Duden zusätzliche Unterstützung: Den Text (maximal 1.600 Zeichen) einfach einfügen und mit "Text korrigieren" überprüfen lassen. Für andere Sprachen, darunter Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch, bietet die Website wbuch.de eine kostenlose Rechtschreibprüfung.

Lesbarkeit prüfen
Sind Fehler beseitigt, geht es an die Verständlichkeit eines Textes. Ermitteln lässt sich diese mithilfe der sogenannten Flesch-Formel des gebürtigen Wieners Rudolf Flesch. Sein auf Statistik basierender Lesbarkeits-Index berechnet unter anderem anhand von Satz- und Wortlänge, wie leicht ein Text zu verstehen ist. Je weniger verschachtelte Sätze und Fremdwörter etwa, desto höher der Flesch-Wert und desto verständlicher der Text. Wie hoch der Flesch-Wert des eigenen Textes ist, kann auf leichtlesbar.ch getestet werden. Für englischsprachige Texte steht über flesh.sourceforge.net das Gratis-Tool "Flesh" zum Download bereit.

Überflüssiges streichen
Füllwörter wie "aber", "also", "auch" können bei vermehrter Verwendung schnell störend wirken und den Lesefluss "schon" "mal" "eben" "so" beeinträchtigen. Sie wegzulassen, schadet der Aussage eines Satzes zumeist nicht. Behilflich sein beim Aufspüren von Füllwörtern können das e-Lektorat der Website letter-factory.com oder das Schreiblabor. Dort lässt sich der eigene Füllwörteranteil im Anschluss übrigens mit literarischen Bestsellern vergleichen: J.K. Rowlings "Harry Potter und der Stein der Weisen" besteht demnach zu 7,7 Prozent aus Füllwörtern.

Wiederholungen vermeiden
Wer "häufig" schreibt, kennt das Problem "häufiger" Wortwiederholungen: Im Text dicht aneinander gedrängt, lassen immer gleiche Wörter Langeweile aufkommen. Abhilfe schafft die Synonym-Website openthesaurus.de: Sie listet unverbrauchte Alternativen sowie weiterführende Informationen und Links zum eingegeben Wort. Wie viele Wortwiederholungen sich in einen Text eingeschlichen haben, verrät indes der Wortwiederholungsanzeiger der Website lemontree.de. Und wer peinliche Zweideutigkeiten ausschließen möchte, sollte das Wortschatz-Portal der Uni Leipzig konsultieren, um mehr über Begriffe und deren Bedeutung zu erfahren.

Bullshit-Gehalt ermitteln
Viel geschrieben, aber wenig ausgesagt? Das Blablameter prüft, wie viel heiße Luft in einem Text steckt. Der dabei ermittelte Bullshit-Wert gibt Auskunft über das Niveau des Geschriebenen. Wie wissenschaftlich und ernst zu nehmen das Ganze ist, bleibt offen. Gleiches gilt für die Stilanalyse der "FAZ", die den eigenen Schreibstil mit dem bedeutender Autoren vergleicht. Vielleicht tröstet die Erkenntnis, wie Goethe zu schreiben, dann ja auch über einen schlechten Bullshit-Wert hinweg.

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