Umbau wirkt

Yahoo stoppt Abwärtstrend und steigert Umsatz

Web
18.04.2012 09:56
Der Umbau beim angeschlagenen Internetkonzern Yahoo scheint erste Wirkung zu zeigen. Im ersten Quartal konnte das Urgestein der Branche den Abwärtstrend stoppen und erzielte einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar (900 Millionen Euro). Das war ein knappes Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Haupteinnahmequelle ist wie beim großen Rivalen Google die Werbung.

Der Gewinn stieg sogar kräftig um 28 Prozent auf unterm Strich 286 Millionen Dollar, wie das Unternehmen aus dem kalifornischen Sunnyvale am Dienstag mitteilte. Der Sprung gelang Yahoo allerdings nur, weil seine Beteiligungen sich gut entwickeln. Die Anteilspakete am chinesischen Internetkonzern Alibaba und an Yahoo Japan gelten als Schatz des Konzerns.

Ohne die Beteiligungen hätte Yahoo einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Die Kosten etwa für Vertrieb und Marketing, die Verwaltung oder die Produktentwicklung waren gestiegen. Der zu Jahresbeginn angetretene Konzernchef Scott Thompson hatte Yahoo erst jüngst ein Sparprogramm verordnet, bei dem rund 2.000 der noch 14.000 Stellen wegfallen.

Neuausrichtung soll Interneturgestein retten
Thompson gliedert das Unternehmen auch neu und will dabei Nutzer und Werbekunden stärker ins Zentrum stellen. So will er verlorenes Terrain gegenüber Google oder dem sozialen Netzwerk Facebook gutmachen. Die Rivalen hatten sich einen immer größeren Teil am Werbekuchen gesichert. Yahoo war deshalb auch eine Allianz bei der Internetsuche mit dem Softwarekonzern Microsoft eingegangen.

Mit den Geschäftszahlen übertraf Yahoo die Erwartungen der Analysten. Nachbörslich stieg die Aktie um drei Prozent.

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