Fr, 22. Juni 2018

Facebook droht

26.03.2012 09:27

Arbeitgeber sollen Finger von privaten Konten lassen

Nachdem in den USA mehrere Fälle bekannt geworden sind, in denen Arbeitgeber Bewerber dazu aufgefordert hatten, ihnen Einblick in ihre privaten Internet-Konten zu gewähren, haben Facebook und US-Abgeordnete die Arbeitgeber nun dazu aufgefordert, von dieser Praxis Abstand zu nehmen - andernfalls drohten juristische Konsequenzen.

Sollten die Unternehmen nicht davon Abstand nehmen, prüfe Facebook ein juristisches Vorgehen, erklärte der für die Privatsphäre der Kunden verantwortliche Manager Eric Egan. Abgeordnete aus mehreren US-Staaten drohten den Arbeitgebern mit einem gesetzlichen Verbot, von Bewerbern Zugang zu deren Netzwerk-Konten zu fordern.

In Kalifornien brachte Senator Leland Yee bereits einen entsprechenden Entwurf ins Parlament ein. "Arbeitgeber haben berechtigte Fragen zur beruflichen Leistung eines Bewerbers", sagte Yee gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Aber sie können diese Informationen auf die übliche Weise finden, ohne das Verfahren abzukürzen oder die Privatsphäre der Menschen zu verletzen."

Facebook stellt nach Egans Worten eine "besorgniserregende Zunahme an Berichten fest, dass Arbeitgeber oder andere Interessierte Zugang zu Kundenprofilen erlangen wollen, der ihnen nicht zusteht". Auslöser der Debatte war ein Bericht der Agentur AP, wonach eine wachsende Zahl von Arbeitgebern von Bewerbern eine Offenlegung ihrer Konten in sozialen Medien verlangt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.