Mi, 12. Dezember 2018

Leidenszeit beginnt

14.03.2012 15:14

Starkes Pollenjahr kommt auf Allergiker zu!

Eine laufende Nase, tränende Augen und juckende Haut gehören mit dem Frühlingsbeginn zum Alltag von fast 400.000 Österreichern, die unter einer Pollenallergie leiden und heftig auf durch die Luft schwirrenden Allergene reagieren. In diesem Jahr soll es besonders schlimm werden. Experten sagen ein heftiges Allergiejahr voraus. Wir haben Tipps, wie du die Leidenszeit trotzdem gut überstehst!

Heuer rechnet der Pollenwarndienst mit einem starken Pollenjahr. Die Saison beginne zwar aufgrund der Kältewelle verspätet, fällt aber nicht milder aus, so die Warnung. Die meisten Allergiker reagieren auf blühende Bäume und Sträucher wie Haselnuss, Erle und Birke, die im März und April ihre Hauptblüte haben. Gräserpollen blühen von Mai bis Ende Juli.

Aber auch Kräuter- und Getreidepollen werden für viele zur Qual. Eine einzige Roggenähre etwa streut über vier Millionen Pollenkörner, der Wind trägt sie Hunderte von Kilometern weit. Diese fast unsichtbaren, winzigen Partikel können heftige Abwehrreaktionen in Gang setzen.

Die wichtigsten Tipps bei Pollenflug
Tipps, um die Pollen im Zaum zu halten und die Leidenszeit zu verkürzen, gibt es einige. Hier die wichtigsten:

Betroffene sollten keine Sport im Freien betreiben. Während der Blütezeit etwa auch Wald- und Wiesenwanderungen vermeiden.

Wäsche drinnen aufhängen. Fenster tagsüber möglichst geschlossen halten; nur in den pollenflugfreien Zeiten lüften: in der Stadt zwischen 6 und 8 Uhr morgens, am Land zwischen 19 und 24 Uhr abends.

Wenn du einen Garten hast: Rasen nicht selbst mähen oder möglichst kurz halten und alle Pflanzen, die deinen Heuschnupfen verursachen, aus dem Garten verbannen.

Außerdem: Haare jeden Abend waschen und von Pollen befreien. Brillengläser (auch Sonnenbrillen!) regelmäßig reinigen. Das Schlafzimmer möglichst pollenfrei halten: tagsüber getragene Kleidung ausziehen; Pollenschutzgitter vor den Fenstern halten bis zu 85% der Pollen ab. Regelmäßig Staubsaugen, um Pollen aus Teppichen und Polstern zu entfernen. Pollenfilter in die (Auto-) Klimaanlage einbauen. Fenster auf Autofahrten geschlossen halten.

Bevor man aus dem Haus geht, Schutz-Nasenspray verwenden. Dabei wird zweimal täglich ein Gel in beide Nasenlöcher gesprüht, damit sich ein hauchdünner Film auf die Nasenschleimhaut legt und dort ein Schutzschild gegen Pollen bildet. Effekt: Es treten kein Fließschnupfen oder Niesen auf.

Augen in der Pollenzeit möglichst nicht reiben. Die Finger können Allergene direkt ins Auge bringen. Wenn die Augen tränen: Es gibt frei verkäufliche Tropfen (in der Apotheke beraten lassen), die lindern.

Pollenallergene können nicht nur über die Schleimhäute der Atemwege in den Körper gelangen, sondern auch über die Haut. Es gibt eigene Hautpflegeprodukte, die die Pollenpenetration der Haut blockieren. Ansonsten: Hautstellen möglichst mit Kleidung bedecken.

Auf Honig und Tee von heimischen Pflanzen verzichten (enthalten Pollen!). Und: Den Urlaub möglichst zur Hauptflugzeit der Pollen planen und ans Meer oder ins Hochgebirge fahren, wo die Pollenbelastung geringer ist.

Diagnose und Hilfe beim Allergologen
Wer unter Niesreiz oder juckenden Augen leidet und einen Verdacht, aber noch keine Diagnose hat, kann seine Empfindlichkeit auf dem Internetdienst Pollentagebuch.at gegenchecken. Dort ist der Pollengehalt nach Aufenthaltsort und Datum festgehalten.

Ein spezialisierter Allergologe hilft mit Antihistaminen oder Kortison. Wer seine Allergie loswerden will, kann eine sogenannte Allergie-Impfung oder Desensibilisierung machen, bei der das Allergen immer wieder in kleinen Mengen gespritzt wird. Außerdem gibt es eine "Gräser-Tablette", die man täglich unter der Zunge zergehen lassen muss.

Die wichtigsten Links zum Thema findest du in der Infobox!

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