Di, 21. August 2018

Anonymous-Aktion

12.03.2012 10:18

Quellcode von Norton Antivirus veröffentlicht

Die Hackerorganisation Anonymous hat wie angedroht den Quellcode der Sicherheitssoftware Norton Antivirus 2006 online gestellt. Laut Hersteller Symantec, der die Veröffentlichung am Freitag bekannt gegeben hat, droht Kunden aber keine Gefahr. Ende Jänner hatte das Unternehmen zugeben müssen, dass bereits 2006 die Quellcodes diverser Programme gestohlen worden waren.

Der Diebstahl war aufgeflogen, nachdem Hacker - offenbar Teil von Anonymous - wochenlang versucht hatten, Symantec zu erpressen. 50.000 US-Dollar (ca. 38.000 Euro) sollen die Online-Kriminellen verlangt haben, um den Quellcode von pcAnywhere und Norton Antivirus nicht zu veröffentlichen (siehe Infobox).

Der Deal ging aus nicht näher bekannten Ursachen schief und so musste Symantec eingestehen, dass Quellcode und Entwürfe verschiedener Software wie Norton Antivirus, Norton Internet Security, pcAnywhere und anderen schon 2006 gestohlen worden waren. Zudem warnte das Unternehmen vor einer Sicherheitslücke in pcAnywhere (siehe Infobox).

Quellcode von Norton Antivirus 2006 als Download
Nun scheinen die Hacker ihre Drohung wahr gemacht und den Quellcode von Norton Antivirus 2006 auf der Filesharing-Plattform "The Pirate Bay" veröffentlicht zu haben. 1,07 Gigabyte soll der Download groß sein und den Quellcode verschiedener Fassungen, etwa jene für Endkunden und Firmen, enthalten. Auch andere Dateien für verschiedene Betriebssysteme sind Berichten zufolge Teil des Downloads. Verantwortlich sein sollen Hacker von Anonymous, die bereits Mitte Jänner drohten, den Quellcode zu veröffentlichen. Auch jenen von pcAnywhere haben sie Anfang Februar auf "The Pirate Bay" online gestellt.

Symantec: Keine Gefahr für aktuelle Version
Grund zur Beunruhigung gebe es trotz der Veröffentlichung des Norton-Antivirus-Quellcodes nicht, versucht Symantec zu beruhigen. "Der veröffentlichte Code ist so alt, dass aktuelle Standard-Sicherheitseinstellungen genügen werden gegen mögliche Gefahren, die als Ergebnis dieses Zwischenfalls zustande kommen könnten", so Symantec-Sprecher Cris Paden am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

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