Mi, 17. Oktober 2018

Präambel "ergänzt"

05.03.2012 08:39

Anonymous schreibt ungarische Verfassung um

Mitglieder des Hacker-Kollektivs Anonymous haben die neue ungarische Verfassung umgeschrieben. Dabei griffen sie in den auf der Website des ungarischen Verfassungsgerichts zugänglichen Text des umstrittenen Grundgesetzes ein und veränderten eine entscheidende Passage, wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Sonntagabend berichtete. Die Website war daraufhin in der Nacht auf Montag zeitweise nicht erreichbar.

Die Hacker hätten mehrere Stellen der Verfassungspräambel "Nationales Glaubensbekenntnis" "ergänzt", berichtet die Internetzeitung "Index" und zitiert: "Wir verkünden, dass die Ideologien der Tyrannen, Herrscher, Diktatoren nur kurze Abschnitte der Geschichte sind, deren Tyrannei das Volk jederzeit beseitigen, gegen die es sich erheben kann."

Die am 1. Jänner 2012 in Kraft getretene neue Verfassung war scharf kritisiert worden, sowohl im In- als auch im Ausland. Kritiker sehen in dem Grundgesetz, das mit der Zweidrittelmehrheit der rechtskonservativen Regierungspartei Fidesz-MPSZ verabschiedet wurde, ein Instrument zum Abbau der Demokratie in Ungarn. Besorgnis gibt es vor allem um die Souveränität von Verfassungsgericht, Notenbank, Gerichten, Medien, und der Datenschutzbehörde.

Anonymous hatte bereits im Dezember 2011 und im Jänner 2012 Drohungen in Richtung ungarische Regierung gesandt und behauptet, Premier Viktor Orban und seine Fidesz-MPSZ-Partei würden "die ungarische Demokratie ermorden". Zudem hatten die Hacker die Ungarn in einer Videobotschaft zum Widerstand gegen die Orban-Regierung aufgerufen.

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