"Wir müssen über eine Kultur des vertrauensvollen Austausches sicherheitsrelevanter Informationen reden und sollten auch über ein Cybersecurity-Planspiel nachdenken, um den Ernstfall zu proben", meinte Mikl-Leitner. Planung und Umsetzung sollten gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt und dem Verteidigungsministerium erfolgen. Die Innenministerin bezeichnete Cybersecurity als Herausforderung, die Staat, Wirtschaft sowie Bürger in gleicher Weise fordere. Allerdings sei es schwierig festzulegen, welche Maßnahmen zur Risikoabwehr erforderlich seien.
Peter Gridling, Direktor des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, sprach sich bei einem Hintergrundgespräch vor der Veranstaltung dafür aus, einen Mittelweg zwischen freiwilliger Selbstverpflichtung und staatlicher Regulierung zu finden, da es auch Risiken gebe, welche die Polizei allein nicht in den Griff bekommen könne. Freiwilligkeit allein sei allerdings auch nicht das ideale Rezept.
Als Plattform für den Dialog soll das Kuratorium Sicheres Österreich zur Verfügung stehen. Dessen Generalsekretär Christian Kunstmann kündigte an, das Thema Cybersecurity auch zum Schwerpunkt des Sicherheitskongress Ende Juni zu machen. Martin Schallbruch, IT-Beauftragter des deutschen Bundesministeriums des Innern, ging als Gastvortragender auf die Maßnahmen in Deutschland ein: Neben einem "Cybersicherheitsrat" habe man auch ein "Abwehrzentrum" eingerichtet. Allerdings müsse man auch die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich stärken. Denn: "Wir leben alle im gleichen Cyberspace."
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