Der Kahlschlag in der Automobilbranche geht weiter. Wie am Mittwoch bekannt wurde, plant der deutsche Hersteller BMW, weltweit rund 8000 Stellen abzubauen.
Dies soll dem Vernehmen nach über natürliche Abgänge und ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis erfolgen. Betroffen dürften vor allem Mitarbeiter in der Verwaltung, Entwicklung und im Management sein.
Spekulationen seit Juni
Dass BMW ein Stellenabbauprogramm bevorsteht, darüber wird seit Mitte Juni spekuliert. Damals hatte der nur einen Monat zuvor vom Produktionsvorstand zum Konzernchef aufgestiegene Milan Nedeljkovic eine deutliche Gewinnwarnung geben müssen.
Seinerzeit hieß es zudem, dass der Konzern „die laufenden Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen“ werde. Die Bayern produzieren auch in Österreich in einem Werk in Steyr und haben auch österreichische Kfz-Zulieferer.
Weltweiter Misere kann sich auch BMW nicht entziehen
Lange war BMW der letzte große deutsche Autohersteller, der ohne großes Stellenabbauprogramm auskam. Volkswagen, Mercedes, Audi, Porsche – alle hatten schon im vergangenen Jahr Stellenstreichungen angekündigt – teilweise in weit höherem Umfang. Und im VW-Konzern wird bereits um die zweite Runde der Streichungen gerungen – mit Zahlen, die in die Zehntausende gehen. Erst diese Woche hat die Tochter Porsche mit dem Wegfall weiterer 5000 Jobs den Anfang gemacht. Und auch die großen Zulieferer bauen ab.
Die gesamte deutsche Autoindustrie leidet derzeit unter dem Einbruch des chinesischen Marktes und dem sich dort stark erhöhenden Konkurrenz- und Preisdruck. Hinzu kommen die US-Zölle, die immer stärker werdende chinesische Konkurrenz auf dem Weltmarkt und zuletzt die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf die weltweite Konjunktur. Dem kann sich auch BMW nicht entziehen, auch wenn die Münchner zuletzt meist etwas glimpflicher davonkamen als die deutsche Konkurrenz.
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