Seit 2026 ist das deutsche Motorsport-Ass Sophia Flörsch Teil von Opel Motorsport. Als Entwicklungspilotin arbeitet sie an den neuen Gen4-Cars, mit denen Opel im kommenden Jahr erstmals in der Formel E an den Start geht. Nun wagt die Münchnerin erstmals den Schritt ins Rallye-Auto: Gemeinsam mit der niederösterreichischen Rallycross-Pilotin Nina Spitaler bestreitet sie die Saarland-Pfalz-Rallye. Der „Krone“ verrät sie vorab, welche Herausforderungen dabei auf sie warten ...
Für viele Rennfahrer endet die Karriere nach einem schweren Crash. Bei Sophia Flörsch war das Gegenteil der Fall: Nach ihrem spektakulären Unfall 2018 in Macau nahm ihre Laufbahn erst richtig Fahrt auf.
Es folgten vielbeachtete Einsätze in der DTM, bei den 24 Stunden von Le Mans, als einzige Frau im Formel-3-Starterfeld. Seit 2026 ist die 25-Jährige zudem als Testfahrerin für Opel in der Formel E tätig. Der Impuls, erstmals in ein Rallye-Auto zu steigen, kam von ihr selbst. „Das Interesse, einmal selbst Rallye zu fahren, war eigentlich schon immer da“, gesteht die Münchnerin der „Krone“.
Lächelnd fügt sie hinzu: „Gleich selbst ein Rennen zu fahren, muss ich sagen, ist schon ein wenig verrückt.“ Ihre Premiere im Rallye-Auto feiert das Motorsport-Ass im ADAC Opel Electric Rally Cup bei der Saarland-Pfalz-Rallye. Entstanden ist das Projekt vor allem durch die enge Zusammenarbeit mit Opel.
„Schon zu Beginn war der Gedanke da, einmal ins Rallye-Auto zu steigen. Dass es so schnell ging, war überraschend. Aber ich habe ja zum Glück die richtigen Leute um mich herum,“ weiß Flörsch. Dass man ihr gewohntes „Zuhause“, die Rundstrecke, nicht mit dem Rallyesport vergleichen kann, ist der 25-Jährigen durchaus bewusst.
„Bei einem Rundkurs kennst du jede Bodenwelle und weißt, was ungefähr auf dich zukommt. Hier ist es genau das Gegenteil: Du hast jemanden neben dir sitzen und musst auf jedes Wort vertrauen …“
Mit Flörsch ins Auto steigen wird die österreichische Rallycross-Pilotin Nina Spitaler. Die 29-jährige Wolfpassingerin weiß, worauf es im Auto ankommt. „Das Wichtigste ist, dass sich die Pilotin auf dein Wort verlassen kann. Sophia und ich verstehen uns gut, da habe ich keine Zweifel, dass es nicht funktionieren wird.“
Auch Opel-Teamchef Jörg Schrott schwärmt von der Zusammenarbeit mit der Münchnerin. „Es ist nicht einfach, von der Rundstrecke in ein Rallye-Auto zu steigen. Ihr Mindset ist für mich ein Phänomen.“ Ein weiterer Pluspunkt für Schrott: „Sie definiert sich ausschließlich über ihre Performance. Sie macht einen Top-Job.“
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