
Marius Borg Høiby verbüßt seine Untersuchungshaft mit Fußfessel auf dem Anwesen Skaugum und das sorgt nun in Norwegen für Kontroversen. Denn trotz strenger Auflagen profitiert der Sohn von Mette-Marit von den vielen Annehmlichkeiten des Landguts.
Der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby (29), verbüßt seine Untersuchungshaft derzeit unter außergewöhnlichen Bedingungen. Seit Mitte Juli ist es dem 29-Jährigen gestattet, die Haft mit einer elektronischen Fußfessel auf dem royalen Anwesen Skaugum nahe Oslo zu verbringen. Berichten zufolge genießt Høiby dort einen Bewegungsradius und Komfort, der weit über die üblichen Standards einer elektronischen Überwachung hinausgeht.
Weitläufiges Areal statt enger Zelle
Nach Recherchen des norwegischen Magazins „Se og Hør“ umfasst der Bereich, in dem sich Høiby frei bewegen darf, einen Großteil des weitläufigen Privatgrundstücks der Kronprinzenfamilie. Neben seinem Wohnhaus schließt der gestattete Radius das rund 150 Meter entfernte Haupthaus sowie die dazugehörigen Garten- und Terrassenanlagen ein. Auch den großen Pool im Garten von Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit soll Høiby nutzen dürfen. Wobei wohl zu beachten ist, dass die Fußfessel zwar fürs Duschen wasserdicht ist, aber nicht für längeres Schwimmen gedacht ist.

Im Vergleich zu regulären Hausarrest-Auflagen, die in der Regel auf eine einzelne Wohnung beschränkt sind, bietet das abgesperrte Parkgelände in Skaugum Høiby erhebliche Freiheiten für Sport, Freizeit und Spaziergänge an der frischen Luft.
Besuchsrecht ohne Limit – Aber striktes Suchtmittelverbot
Zusätzlich zur Bewegungsfreiheit darf der 29-Jährige Besuch empfangen. Laut Medienberichten trafen sich bereits mehrfach Angehörige und Freunde auf dem Anwesen. Für Gäste gelten demnach weder feste Teilnehmergrenzen noch besondere Beschränkungen beim Alkoholkonsum.
Für Høiby selbst gelten jedoch strenge Vorgaben. Jeglicher Konsum von Alkohol oder Drogen ist während der Fußfessel-Untersuchungshaft untersagt. Polizei und Strafvollzug können jederzeit ohne Vorwarnung auf Skaugum erscheinen, um die Einhaltung der Auflagen zu prüfen. Mindestens zwei unangemeldete Kontrollen sind fest vorgeschrieben.
Sollte Høiby gegen die Auflagen verstoßen, droht ihm die sofortige Rückverlegung in ein Gefängnis.
Berufung nach Haftstrafe
Høiby saß seit Anfang Februar in den Vollzugsanstalten Oslo und Ila in Untersuchungshaft, nachdem ihm ein Verstoß gegen ein Kontaktverbot vorgeworfen worden war. Am 15. Juni verurteilte ihn das Amtsgericht Oslo unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen zu einer vierjährigen Freiheitsstrafe. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da Høiby und sein Verteidigerteam Berufung eingelegt haben.
Die Erlaubnis zur Vollstreckung der Untersuchungshaft mittels Fußfessel auf Skaugum erfolgte kurz nach der Entlassung von Kronprinzessin Mette-Marit aus dem Krankenhaus, wo sie zuvor eine neue Lunge implantiert bekommen hatte.
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