Nachdem die USA im vergangenen Jahr ihren Beitrag zur internationalen Impfallianz Gavi gestrichen hatten, will die Regierung in Washington nun doch wieder Gelder freimachen. 600 Millionen Dollar (rund 527 Millionen Euro) sollen an Gavi fließen, hieß es am Dienstag.
Gavi ist ein öffentlich-privates Bündnis für die Versorgung von Entwicklungsländern mit Impfstoffen. Die USA hatten im vergangenen Jahr ihre Beiträge zu der Allianz gestrichen. Der impfskeptische Gesundheitsminister Robert Kennedy Jr. begründete dies mit Sicherheitsbedenken. Anfang Juni dieses Jahres kündigte dann US-Außenminister Marco Rubio an, dass Washington die Zusammenarbeit mit Gavi wieder aufnehmen wolle.
Nun sollen 600 Millionen Dollar fließen, wie Senatorin Susan Collins, die dem zuständigen Ausschuss in der Kongresskammer vorsteht, am Dienstag mitteilte. Das Außenministerium habe die entsprechende Summe freigegeben.
Impfungen für Hälfte der Kinder weltweit
Gavi unterstützt nach eigenen Angaben Impfungen für mehr als die Hälfte der Kinder weltweit – unter anderem gegen Covid-19, Ebola, Malaria, Tollwut, Polio, Cholera, Tuberkulose, Typhus und Gelbfieber. Das Bündnis bringt die Regierungen von Industrie- und Entwicklungsländern sowie andere Partner wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das UN-Kinderhilfswerk Unicef, die Weltbank, Impfstoff-Hersteller und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Auch die Bundesregierung zählt zu den Unterstützern und Geldgebern.
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