Teil von Anonymous

Griechischer Schüler als Hacker festgenommen

Web
21.02.2012 09:18
Ein griechischer Gymnasiast ist wegen einer Hackerattacke auf das Justizministerium in Athen festgenommen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll der 18-Jährige am 2. Februar auf der Homepage des Ministeriums eine "neue Diktatur" beklagt haben. Er soll im Namen einer Untergruppe des Anonymous-Netzwerks gehandelt haben, zwei Mittäter im Alter von 16 und 17 Jahren werden noch gesucht.

Den "Bankiers und Monarchen der Europäischen Union" werde durch die "neue Diktatur die politische und wirtschaftliche Versklavung" des griechischen Volkes ermöglicht, hieß es in der Anonymous-Nachricht.

Bei einer Verurteilung muss der Schüler eine Haftstrafe von einem Jahr und mehr befürchten. Die Cyberattacke wurde im Namen der sogenannten Greek Hacking Scene (G.H.S.) verübt, die auch als "Delirium" oder "Extasy" firmiert. Bei Durchsuchungen in den Wohnungen der Schüler wurden zwölf Festplatten und drei Computer beschlagnahmt.

Die Gruppierung G.H.S. setzt sich gegen die derzeitigen Sparpläne ein, die von der Regierung in Athen unter dem Druck internationaler Geldgeber umgesetzt werden sollen. Außerdem fordert sie die Aufhebung des Urheberrechtsabkommens ACTA, das von Athen am 26. Jänner unterzeichnet wurde. Anonymous protestiert mit verschiedenen Mitteln in diversen Ländern Europas, auch in Österreich, gegen ACTA.

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