U. hatte im März 2011 vor und in einem Armeebus am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten getötet und zwei weitere lebensgefährlich verletzt. Er war deswegen am Freitag (siehe Infobox) zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Eigenen Angaben zufolge hatte er sich durch jihadistische Propaganda im Internet anstacheln lassen.
Eisvogel nannte U. einen "typischen Fall für eine Selbstradikalisierung durch das Internet". Dem Vizepräsident des Bundesverfassungsschutzes zufolge beobachteten die Behörden neben den bisher üblichen Wegen der Radikalisierung heute eine digitale Vergemeinschaftung, die in sozialen Netzwerken wie Facebook stattfinde.
"Das Web 2.0 leistet nun auch das, was zuvor allein Prediger, Gebetszirkel oder Koranschule boten: die Bildung einer sozialen Gruppe, die auf andere ausstrahlt", sagte Eisvogel der Zeitung. Auch das Terrornetzwerk Al-Kaida werbe im Internet dafür, dass Einzeltäter im Westen Anschläge verüben sollten.
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