Erfolg für Polizei

Web-Ermittler “Jan” lockt 197 Pädophile in die Falle

Web
19.01.2012 18:32
"Hallo, ich heiße Jan und bin 13" – mit dieser Tarnung hat ein in die Online-Pädophilenszene eingeschleuster "Cyber-Cop" des Bundeskriminalamtes 197 mutmaßliche Kinderschänder in die Falle gelockt. Der jüngste Verdächtige in Österreich ist 19, der älteste 75 Jahre alt.

Die Operation "Ghostrider" lief neun Monate lang – und war ein voller Erfolg. Erstmals ermittelte das Bundeskriminalamt im Kampf gegen die Kinderpornographie aktiv im weltweiten Netz. Um auf die Spur der immer mehr in geschlossenen Foren untertauchenden Verdächtigen zu kommen, nahm ein Fahnder mittels eines sogenannten Fake-Accounts Kontakt mit ihnen auf.

Perverse Triebtäter waren ahnungslos

Wer fortan mit dem vermeintlich 13-jährigen Jan chattete, kommunizierte in Wirklichkeit mit einem heimischen "Cyber-Cop". Ahnungslos tauschten die perversen Triebtäter ihre dunkle Gedankenwelt mit dem Beamten aus.

Durch diesen Trick gingen schlussendlich insgesamt 197 mutmaßliche Pädophile in Österreich, Deutschland und den USA in die Falle. 25 Verdächtige aus allen sozialen Schichten – vom Akademiker über einen pensionierten Priester bis hin zum Arbeiter – wurden bei uns ausgeforscht.

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