"if i die" erlaubt es Facebook-Nutzern, zu Lebzeiten Video- oder Textbotschaften für die Nachwelt zu verfassen und diese nach dem eigenen Tod veröffentlichen zu lassen. Da man selber in den seltensten Fällen weiß, wann dieser eintritt, basiert "if i die" auf einem simplen Kontrollmechanismus: Noch bevor Nutzer ihre berühmten letzten Worte, bislang unausgesprochene Geheimnisse oder beispielsweise ihren Letzten Willen mittels der App formulieren können, gilt es, aus dem Kreis der Facebook-Freunde drei Vertrauenspersonen zu bestimmen.
Ihnen wird die Aufgabe zuteil, den Todesfall zu bestätigen. So soll gewährleistet werden, dass die Botschaften erst aus dem Jenseits und nicht versehentlich schon vorab auf der Pinnwand veröffentlicht werden. Ob sämtliche Videos oder Status-Update nach dem eigenen Ableben auf einen Schlag oder erst nach und nach dem virtuellen Freundeskreis offenbart werden, liegt im Ermessen des Nutzers. Wilook selbst hat nach eigenen Angaben keinerlei Einblick in die sensiblen Daten, die auf Servern sicher verschlüsselt gespeichert werden.
"Letzte Worte – wir alle hoffen, dass wir eine Chance haben werden, etwas zu sagen. Aber nicht zu wissen, wann und wo wir sterben, macht es ein bisschen kompliziert", heißt es in einem Werbevideo (siehe oben) für den neuen Service, der sich bereits großen Zuspruchs erfreut: Über 7.000 Facebook-Nutzer haben die Anwendung binnen weniger Tagen schon "geliked".
Die Idee zu dieser auf den ersten Blick etwas makabren App kam Firmengründer Eran Alfonta übrigens, als Freunde von ihm mit dem Auto beinahe tödlich verunglückt wären. "Sie haben sich danach gefragt: 'Oh mein Gott, was würde mit den Kindern passieren, wenn uns etwas zustößt?'", schilderte Alfonta der Website "NBCBayArea".
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