Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA hat den Bitcoin auf das tiefste Niveau seit rund drei Monaten gedrückt. Der Kurs der ältesten und bekanntesten Kryptowährung sackte am Donnerstag auf der Handelsplattform Bitfinex bis auf 24.882 Dollar (umgerechnet 23.019 Euro) ab. Auch andere bedeutende Digitalwährungen wie Ethereum, BNB oder XRP gerieten unter Druck.
Bereits am Vortag hatte der Bitcoin mit einer Talfahrt auf Anzeichen für eine weiter straffe Geldpolitik in den USA reagiert. Der Kurs war um mehr als 1000 Dollar abgesackt und unter die runde Marke von 25.000 Dollar gerutscht.
Die US-Notenbank Fed hält ihre Leitzinsen zwar zunächst stabil, signalisierte aber am Vorabend zugleich weitere Zinsanhebungen in diesem Jahr. Die Fed-Mitglieder rechnen im Mittel mit zwei weiteren Zinsanhebungen 2023. Zinssenkungen sind für dieses Jahr hingegen nicht zu erwarten. Für als riskant geltende Investments wie Kryptowährungen sind das schlechte Nachrichten, weil dadurch die Attraktivität von festverzinsliche Anlagen steigt.
„Trotz einer Zinspause der US-Notenbank Fed beurteilen Investoren die Sitzung mit gemischten Gefühlen“, sagte Marktanalyst Timo Emden. Die Anleger fürchteten, dass der geldpolitische Gegenwind trotz einer Pause im Zinserhöhungszyklus schon bald wieder an Fahrt aufnehmen könnte.
Stimmung bleibt angeknackst
Zudem belasten laut Emden regulatorische Unsicherheiten weiterhin. Nach einer Klage der US-Börsenaufsicht gegen die großen Krypto-Börsen Coinbase und Binance bleibe die Stimmung angeknackst. „Das Risiko bleibt bestehen, dass Krypto-Unternehmen innerhalb der Branche proaktiv den Handel mit bestimmten Krypto-Assets einstellen könnten“, mahnte der Experte.
Trotz des jüngsten Kursrutsches hat der Bitcoin seit Jahresbeginn gerechnet rund die Hälfte an Wert gewonnen. Vom Ende 2021 erreichten Rekordhoch bei fast 69.000 Dollar aber ist die Kryptowährung noch sehr weit entfernt.








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