Sinkende Nachfrage

Neuwagenmarkt droht drastisch einzubrechen

Motor
11.06.2023 12:29

Wir haben uns schon beinahe daran gewöhnt, dass Autos unerschwinglich teuer geworden sind und Neuwagen zumeist mit enormen Wartezeiten ausgeliefert werden. Doch das Blatt scheint sich zu wenden: Nach Monaten mit immens gestiegenen Autopreisen droht nun wegen ausbleibender Käufer ein Einbruch des Marktes.

(Bild: kmm)

„Jetzt wird es hektisch. Wir sind in einer Phase, in der die Hersteller die Schwierigkeit der Situation wahrnehmen und umdenken. Sie merken, dass es weniger wird“, sagte Thomas Peckruhn, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK), dem Branchenblatt Automobilwoche.

Nach seiner Einschätzung reicht der Auftragsbestand vieler Hersteller gut ins dritte Vierteljahr, bei einigen auch ins vierte Quartal. „Dann wird es aber eng“, betont Peckruhn. Gerade in den verkaufsstarken Frühjahrsmonaten ging die Nachfrage dramatisch zurück, der Mai war bei vielen besonders schwach. Die Folgen des Ukraine-Kriegs, von Corona und der Inflationen verunsicherten die Käufer. „Seit September gehen die Aufträge von Privatkunden schleichend zurück“, sagt Peckruhn. „Mittlerweile ist die Situation dramatisch.“

Möglicherweise halten sich viele Kunden auch deshalb mit Bestellungen zurück, weil nicht absehbar scheint, wann das georderte Auto ausgeliefert wird.

Starker Rückgang auch in Österreich
In Österreich ist die Zahl der Auto-Neuzulassungen im Vorjahr um 10,3 Prozent auf 215.050 Pkw zurückgegangen. Damit wurden in Österreich so wenig Autos neu zugelassen wie zuletzt vor 43 Jahren.

Der Trend geht weiter zu PS-starken Fahrzeugen, der Großteil der Neuwagenkäufer sind nach wie vor Firmen. Der Boom bei den SUVs hielt auch 2022 an. Während der Gesamtmarkt um gut zehn Prozent nachgab, betrug das Minus bei den SUV nur 0,8 Prozent. Mit minus 1,6 Prozent fiel auch der Rückgang in der oberen Mittelklasse sehr moderat aus. Minivans hingegen büßten 24,7 Prozent ein.

Die drei meistverkauften Autos sind …
Nach Pkw-Marken betrachtet fällt bei den Großen in Österreich das starke Minus von Opel (37,2 Prozent) auf. Einen deutlichen Zuwachs fuhr die Renault-Marke Dacia ein (15,4 Prozent), wobei der Diskont-Anbieter den E-Auto-Pionier Tesla mit plus 15,1 Prozent hinter sich ließ. Das beliebteste Auto war der Skoda Octavia, obwohl er kräftig Federn lassen musste. Auf Platz zwei landete der Toyota Yaris und den dritten Platz belegte das Tesla Model Y.

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(Bild: kmm)



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