Tiere gesundet

Großer Reitbetrieb meldet sich von Quarantäne ab

Oberösterreich
30.04.2026 21:26
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Am Weg zur Normalität befindet sich das Pferdezentrum Stadl-Paura (OÖ). Nachdem sich Tiere mit dem Influenzavirus angesteckt hatten, musste über die gesamte Anlage die Quarantäne verhängt werden. Jetzt sind die Pferde wieder gesund und ab 4. Mai läuft wieder alles wie gewohnt.

Wochen der Unsicherheit sind vorbei: Das Pferdezentrum Stadl-Paura kehrt ab 4. Mai in den Normalbetrieb zurück. Nach der Quarantäne seit 10. April und der Absage mehrerer Veranstaltungen steht nun fest – alle Pferde sind wieder gesund. Die wirtschaftlichen Folgen im sechsstelligen Bereich bleiben jedoch spürbar.

Influenza legte die Anlage lahm
Eine Woche nach dem großen internationalen Dressurturnier wurde im Bestand der erste Verdachtsfall bestätigt, kurz darauf folgten zahlreiche weitere. Insgesamt waren 50 der 150 Bestandspferde betroffen. Der für Menschen ungefährliche Virus verbreitet sich rasch – sowohl über Kleidung und Equipment als auch durch Tröpfcheninfektion.

150.000 Euro Gewinnentgang
Die Quarantäneboxen waren schnell ausgelastet, das Personal war sehr gefordert und vier Veranstaltungswochenenden mussten abgesagt werden. Darunter befanden sich auch zwei internationale Springturniere mit rund 800 Pferden und Teilnehmern aus 15 Nationen. „Den Gewinnentgang können wir pauschal mit rund 150.000 Euro beziffern“, erklärt Geschäftsführer Johannes Mayrhofer.

Noch viel Arbeit vor Wiedereröffnung
Ende April nahm das Ausbildungszentrum Lambach – unter strengen Hygienemaßnahmen – den Praxisunterricht wieder auf. Bis zur vollständigen Wiedereröffnung stehen noch viele Aufgaben an: Sämtliche Boxen, Stalltrakte, Paddocks sowie das gesamte Equipment müssen gründlich gereinigt und desinfiziert werden.

„Krankheiten können jederzeit auftreten“
„Die Reichweite rund um das Thema Influenza war in den vergangenen Wochen enorm und hat große Wellen geschlagen. Mir ist es wichtig zu betonen, dass Pferd und Mensch nun wieder ein sicheres und virenfreies Umfeld vorfinden – es besteht kein Grund zur Sorge. Pferdekrankheiten können, wie auch beim Menschen, jederzeit auftreten. Entscheidend sind in solchen Situationen vor allem der richtige Umgang und eine klare Kommunikation“, betont Geschäftsführer Johannes Mayrhofer.

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