Trotz eines Polizeieinsatzes nach der wilden Auseinandersetzung mit seiner Lebensgefährtin schweigt freiheitlicher Nationalrat aus Niederösterreich zu dem Vorfall. Auch zu den Rücktrittsaufforderungen sagt er nichts.
Abseits vom politischen Parkett hat Harald Thau am Wochenende für Aufsehen gesorgt. Der FPÖ-Nationalrat und Mödlinger Stadtrat war um 4 Uhr in der Früh auf offener Straße in Wien mit seiner Lebensgefährtin in Streit geraten – die „Krone“ berichtete. Die Auseinandersetzung eskalierte.
Die Frau blieb unverletzt, der Politiker erlitt Blessuren an Händen und im Gesicht. Gegen Thau wurde ein Annäherungs- und Betretungsverbot ausgesprochen.
Kritik am Schweigen
Zwar hat man beiderseitige Anzeigen wenige Stunden später zurückgezogen, dennoch hat der Vorfall jetzt ein politisches Nachspiel. Silvia Dechsler, SPÖ-Bürgermeisterin von Mödling, kritisiert, dass Thau bisher zu dem Vorfall nicht Stellung genommen hat: „Es entsteht der Eindruck, dass er die Angelegenheit aussitzen möchte.“
Sie selbst trete seit mehr als zwei Jahrzehnten öffentlich gegen Gewalt an Frauen auf und war auch Vorsitzende des Mödlinger Frauenbeirates, der die Öffentlichkeit für Gewaltprävention sensibilisiert.
Ich fordere Harald Thau auf, sein Mandat als Nationalratsabgeordneter und sein Mandat als Gemeinderat und Stadtrat in Mödling zurückzulegen.

Silvia Drechlser, Bürgermeisterin von Mödling
Bild: Doris_SEEBACHER
Zum Rücktritt aufgefordert
Die aktuelle Vorsitzende des Beirates, Elisabeth Handler, fordert in einem offenen Brief den FPÖ-Politiker zum Rücktritt auf: „Gerade Politiker haben eine enorme Vorbildwirkung.“ Ein Annäherungsverbot dürfe nicht verharmlost werden. Auch Stadtchefin Drechsler fordert Thaus Rücktritt. Der Betroffene schweigt weiterhin.
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