Pleite gegen Kostjuk

Endstation Halbfinale! Potapova verliert in Madrid

Tennis
30.04.2026 23:44
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Für Anastasia Potapova ist das WTA-1000-Turnier in Madrid am Donnerstag im Halbfinale zu Ende gegangen. Die Neo-Österreicherin musste sich Marta Kostjuk mit 2:6, 6:2 und 1:6 geschlagen geben. Brisant: Nach der Partie gab es kein Shakehands zwischen der Ukrainerin und der gebürtigen Russin.

Anastasia Potapova ist ein Erfolgserlebnis bei ihrer Premiere im Halbfinale eines WTA-1000-Tennisturniers verwehrt geblieben. Die Neo-Österreicherin musste sich am Donnerstag in Madrid der auf Position 26 eingestuften Ukrainerin Marta Kostjuk mit 2:6,6:1,1:6 geschlagen geben. Die Nummer 23 der Welt steht erstmals auf dieser Turnierebene in einem Endspiel und bekommt es mit der Russin Mirra Andrejewa zu tun, die die US-Amerikanerin Hailey Baptiste mit 6:4,7:6(8) ausschaltete.

Marta Kostjuk
Marta Kostjuk(Bild: AFP/JAVIER SORIANO)

  Da Potapova beim Aufschlag Probleme hatte, stellte Kostjuk mit Break gleich auf 2:0. Zwei Möglichkeiten auf das Rebreak ließ sie aus, dadurch war der erste Satz so gut wie gelaufen. Bei 0:40 konnte sie drei Satzbälle noch abwehren, den vierten aber nicht mehr. Im 2. Satz sahen die Zuschauer eine verkehrte Welt, Potapova gab mit druckvollen Schlägen den Ton an, punktete immer wieder auch mit der Rückhand und profitierte auch von einer sehr fehleranfälligen Gegnerin. Mit einem Zu-Null-Break stellte sie auf 6:1.

Doppelfehler beim Matchball
Den Schwung konnte Potapova den Entscheidungsdurchgang aber nicht mitnehmen, leichte Fehler sorgten für ein schnelles Break und folgenden 0:4-Rückstand. Erst danach kämpfte sie sich kurz in den Satz, ließ beim Stand von 1:4 aber drei Breakchancen ungenützt. Bitter war das Ende: Beim ersten Matchball unterlief ihr ein Doppelfehler, nach 1:36 Stunden war die Niederlage fix. Dadurch kassierte die ÖTV-Nummer-Eins im fünften Aufeinandertreffen mit Kostjuk die dritte Niederlage. Wie vergangenes Jahr in Madrid kam im direkten Duell das Aus, damals schon im Achtelfinale.

(Bild: Kronen Zeitung)

„Das Match im vergangenen Jahr war ganz anders, sie spielt jetzt ganz anders. Ich bin immer bei mir geblieben, das war der Schlüssel für den Sieg, ich bin unglaublich glücklich, dass ich den Turnaround geschafft habe“, resümierte Kostjuk, die zuletzt in Rouen auf 250er-Ebene ihren ersten Saisontitel gewonnen hatte. Im Finale stand die 23-Jährige 2026 auch schon in Brisbane. Im Ranking wird sie sich kommende Woche zumindest auf Rang 17 nach vor schieben. Die 25-jährige Potapova wird sich nach ihrem Erfolgslauf als „Lucky Loser“ um fast 20 Ränge auf Position 38 verbessern. Das bisher beste Ranking der dreifachen WTA-Turniersiegerin war Platz 21.

Im Männerbewerb zog Alexander Zverev souverän ins Halbfinale ein, der 29-jährige Deutsche ließ dem Italiener Flavio Cobolli beim 6:1, 6:4 keine Chance und revanchierte sich damit für die Niederlage in München vor knapp zwei Wochen. Im Kampf ums Finale wartet der belgische Außenseiter Alexander Blockx.

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